Interview mit der Schwimm-Olympiasiegerin
Steffen: „Es ist wie in einem Traum“

Mit einem sensationellen Finish sicherte sich Britta Steffen überraschend Gold über 100 Meter Freistil. Im Interview spricht die deutsche Schwimmerin über ihre Gedanken nach dem Anschlag, die emotionale Siegerehrung und die Umstände ihres Erfolgs.

Frage: Frau Steffen, Sie haben sich Ihren großen Traum von Olympia-Gold erfüllt. Was waren Ihre ersten Gedanken, als Sie angeschlagen haben?

Britta Steffen: Bevor ich mich umgedreht habe, habe ich mir gesagt: diesen Moment genießt du jetzt, egal, was auf der Anzeigentafel steht. Als ich dann die Eins gesehen habe, konnte ich es nicht fassen. Ich habe mich gefühlt wie in einem Traum und dachte: gleich wachst du auf und musst die 100 Meter Freistil schwimmen.

Was ging Ihnen bei der Siegerehrung durch den Kopf?

Zwischen Papa, Mama, ich habe es geschafft und ich habe es mir selbst bewiesen waren alle Emotionen dabei. Es ist ein Wahnsinnsgefühl. Ich habe nie gedacht, dass mir dieser letzte Durchbruch gelingt.

An der Schulter Ihrer früheren Teamkollegin Franziska van Almsick haben Sie Freudentränen vergossen. Im Gegensatz zu ihr haben Sie Olympia-Gold geholt ...

Die Menschen sind verschieden. Franzi ist eine außergewöhnliche Sportlerpersönlichkeit, die ich sehr respektiere, die Unglaubliches geleistet hat. Sie stand viel mehr in der Öffentlichkeit. Ich habe nie unter so einem Druck gestanden wie sie.

Allerdings hatten auch Sie im Vorfeld öfter über die hohe Erwartungshaltung geklagt. Wie haben Sie diese im olympischen Finale ausgeschaltet?

Das Feld war erstklassig besetzt, außerdem war mein Staffelrennen nicht so überragend. Ich stand also gar nicht so sehr unter Druck. Zudem habe ich viel mit meiner Mentaltrainerin geredet. Als ich einmarschiert bin, war ich wie in Trance.

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