Interview
Müller erwartet 2003 bis zu drei Prozent Wachstum

Der Wirtschaftsminister wird nicht müde, Optimismus zu verbreiten. Bis der kommende Aufschwung neue Jobs schaffe, werde es aber noch dauern, so Müller.

rtr BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) erwartet für das kommende Jahr ein Wirtschaftswachstum von bis zu drei Prozent und einen schnelleren Rückgang der Arbeitslosigkeit als bislang vorausgesagt. In einem Interview der "Bild"-Zeitung sagte Müller: "Der Aufschwung kommt in der zweiten Jahreshälfte. Das sehen auch alle Wirtschaftsforschungsinstitute so. Den Schwung von zwei Prozent Wachstum im nächsten Halbjahr nehmen wir für 2003 mit. Dann wird die Wirtschaft um 2,5 bis drei Prozent wachsen. Die Zahl der Arbeitslosen wird stärker sinken, als derzeit viele erwarten." Es dauere aber drei bis sechs Monate, ehe sich der Aufschwung in Neueinstellungen auswirke, sagte Müller.

Der Minister räumte ein, dass es im Wahlmonat September "etwas mehr Arbeitslose" geben werde als die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) prognostizierten 3,5 Millionen. Müller fügte hinzu: "Es werden aber deutlich weniger sein als heute. Und 2003 könnte die Zahl weiter unter 3,5 Mill. sinken." Müller appellierte zugleich an Arbeitgeber und Gewerkschaften, bei den anstehenden Tarifverhandlungen "Vernunft walten zu lassen". Das Vernünftigste wäre nach Ansicht des Ministers, "den beginnenden Aufschwung nicht gleich wieder durch überhöhte Kostensteigerungen abzuwürgen".

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