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Interview: Ölpreis entwickelt sich zu Gefahr für deutsche Konjunktur - Dihk

Der ungebrochene Höhenflug des Ölpreises entwickelt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (Dihk) zu einer Gefahr für die deutsche Konjunktur. "Der Dihk befürchtet, dass die Weltwirtschaft infolge der Ölpreisentwicklung stärker an Schwung verlieren könnte, als die Binnennachfrage Tritt fasst", sagte Dihk-Konjunkturexperte Matthias Schoder am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx BERLIN. Der ungebrochene Höhenflug des Ölpreises entwickelt sich nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (Dihk) zu einer Gefahr für die deutsche Konjunktur. "Der Dihk befürchtet, dass die Weltwirtschaft infolge der Ölpreisentwicklung stärker an Schwung verlieren könnte, als die Binnennachfrage Tritt fasst", sagte Dihk-Konjunkturexperte Matthias Schoder am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Zwar sei die Situation nicht mit den Ölpreisschocks der siebziger Jahre zu vergleichen, da heute Terrorängste und hohe weltwirtschaftliche Nachfrage, insbesondere aus den Wachstumsregionen USA und Ostasien, die Preise ansteigen ließen, erklärte Schoder. "Die kritische Frage ist jetzt aber, in welchem Maße die hohen Ölpreise die Konjunktur in den boomenden Exportmärkten deutscher Unternehmen abbremsen."

Die Sorge um Versorgungsengpässe hat den Rohölpreis am Freitag in London und New York auf neue Rekordstände getrieben. In London erreichte ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Oktober in der Spitze 44,59 $. Damit wurde die alte Rekordmarke von 44,35 $ vom Vorabend übertroffen.

Der Preis für leichtes US-Rohöl näherte sich im asiatischen Handel der Marke von 50 $ je Barrel. In der Spitze kletterte der Preis am New Yorker Warenterminmarkt Nymex im elektronischen Handel bis auf 48,98 $ je Barrel und damit auf das höchste Niveau seit Beginn des Nymex-Ölhandels im Jahr 1983.

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