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Interview Schering: 'Schwieriger geworden, Betaferon-Prognose zu erreichen'DPA-Datum: 2004-07-22 11:49:17

(dpa-AFX) Frankfurt - Für den Berliner Pharmakonzern Schering < SCH.ETR > wird es im laufenden Geschäftsjahr wegen zunehmender Konkurrenz für sein Hauptmedikament Betaferon schwieriger, die aktuelle Umsatzprognose für das Produkt zu treffen. "Wir sind nach wie vor bestrebt, die Prognose zu erreichen. Aber ich muss sagen, dass es schwieriger geworden ist", sagte Vorstandschef Hubertus Erlen nach Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal der dpa-AFX. Schering erwartet bisher für Betaferon (USA: Betaseron) in 2004 ein kursbereinigtes Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich.

(dpa-AFX) Frankfurt - Für den Berliner Pharmakonzern Schering < SCH.ETR > wird es im laufenden Geschäftsjahr wegen zunehmender Konkurrenz für sein Hauptmedikament Betaferon schwieriger, die aktuelle Umsatzprognose für das Produkt zu treffen. "Wir sind nach wie vor bestrebt, die Prognose zu erreichen. Aber ich muss sagen, dass es schwieriger geworden ist", sagte Vorstandschef Hubertus Erlen nach Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal der dpa-AFX. Schering erwartet bisher für Betaferon (USA: Betaseron) in 2004 ein kursbereinigtes Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich.

"Wir hoffen und erwarten, dass Betaseron sich im Gesamtjahr gut in den Märkten behaupten wird. Dennoch muss ich ganz klar sagen, dass die Wettbewerbsintensität in diesem Markt erheblich gewachsen ist und damit auch der Druck, der auf diesem Produkt lastet", sagte Erlen.

Wettbewerbssitutation IN DEN USA Wird Schärfer

In den USA wird sich in diesem Jahr die Wettbewerbssituation für Betaseron weiter verschärfen. Analysten rechnen bereits im vierten Quartal mit der Markteinführung des von Biogen Idec < Biib.NAS > und der irischen Biotechfirma Elan < ELN.NYS > entwickelten Konkurrenzproduktes Antegren. Bisher muss sich Betaseron gegen Avonex von Biogen, gegen das Schweizer Biotech-Unternehmen Serono < SEO.ZRH > < Areb.FSE > mit Rebif und gegen das Konkurrenzprodukt Copaxane von Teva Pharmaceuticals behaupten. Branchenbeobachter hatte jüngst zudem auf einen gesunkenen Marktanteil für Betaseron in den USA hingewiesen.

Mit dem größten Umsatzträger, dem Multiple-Sklerose-Medikament (MS) Betaferon (USA: Betaseron) erzielte Schering im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 11 Prozent auf 196 Millionen Euro. Damit traf der Konzern die Markterwartungen.

Weiterer Aktienrückkauf FÜR Zweites Halbjahr Nicht Ausgeschlossen

Erlen hat nach dem Aktienrückkauf von 4 Millionen Stück im ersten Halbjahr für die zweite Jahreshälfte einen weiteren Aktienrückkauf nicht ausgeschlossen: "Wir werden in der zweiten Hälfte darüber entscheiden", sagte Erlen. Der Vorstand wurde von der diesjährigen Hauptversammlung ermächtigt, insgesamt bis zu 19,4 Millionen Aktien zu erwerben.

Bei den Berlinern trägt das Programm zur Steigerung der Profitabilität erste Früchte: Schering hatte am Morgen bei deutlich über den Erwartungen liegenden Zahlen eine operative Marge (Ebit-Marge) von 16,2 Prozent erreicht. In den ersten drei Monaten lag sie sogar bei 18,2 Prozent. Die Berliner wollen die Marge bis zum Jahr 2006 mit Kosteneinsparungen und Fokussierung auf gewinnträchtige Sparten auf 18 Prozent steigern. Für 2004 wollte Erlen keine Prognose abgeben, sagte aber: "In der zweiten Hälfte liegt die Marge immer unter der des ersten Halbjahres."

Managergehälter

Erlen nahm auch Stellung zu der aktuellen Situation um Managergehälter: "Wenn es notwendig wäre, irgendwo bei Mitarbeitern Einschnitte zu machen, dann hat der Vorstand bei uns schon auch in der Vergangenheit mehrfach Beiträge geleistet, indem er auf ihm zustehende Gehaltsanteile verzichtet."

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