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Interview: Serono ist auf Rebif-Konkurrenzprodukt gut vorbereitetDPA-Datum: 2004-07-22 12:09:19

(dpa-AFX) Zürich - Der größte europäische Biotech-Konzern Serono < SEO.VTX > < Areb.FSE > sieht der Mitte 2005 erwarteten US-Zulassung für das MS-Konkurrenzprodukt Antegren gelassen entgegen. "Wir haben für unser Medikament Rebif verschiedene Szenarien ausgearbeitet, um dieser Entwicklung genügend Rechnung zu tragen", erklärte Konzernchef Andrew Galazka in einem Interview mit AWP am Donnerstag. "Wir sind also auf einen solchen Fall bestens vorbereitet."

(dpa-AFX) Zürich - Der größte europäische Biotech-Konzern Serono < SEO.VTX > < Areb.FSE > sieht der Mitte 2005 erwarteten US-Zulassung für das MS-Konkurrenzprodukt Antegren gelassen entgegen. "Wir haben für unser Medikament Rebif verschiedene Szenarien ausgearbeitet, um dieser Entwicklung genügend Rechnung zu tragen", erklärte Konzernchef Andrew Galazka in einem Interview mit AWP am Donnerstag. "Wir sind also auf einen solchen Fall bestens vorbereitet."

Allerdings würden bei Antegren auch noch die nötigen Angaben der Phase III-Studie noch ausstehen, um die Effizienz der Behandlung besser beurteilen und mit Rebif vergleichen zu können. Es wäre auch eine Kombinationstherapie Rebif/Antegren möglich. "Wir haben dazu bereits eine Studie in Auftrag gegeben", so Galazka.

Marktführerschaft FÜR Rebif Angestrebt

Für Rebif strebt Serono in den USA und weltweit weiterhin die Marktführerschaft bis 2006 an. "Der US-Markt ist äußerst komplex, doch wir sind auf gutem Weg, dieses Ziel erreichen zu können", bestätigte Galazka.

Viel verspricht sich Serono von einem oral einzunehmenden MS-Medikament. Das dazu entwickelte Molekül Cladribin hat die klinische Phase I erfolgreich abgeschlossen. "Wir befinden uns mit den FDA-Verantwortlichen noch in Verhandlungen, wie die Prüfung weitergeführt werden soll", erklärte Galazka. In rund 5 Jahren wird die US-Markteinführung erwartet.

EU-Zulassung FÜR Raptiva IM Dritten Quartal Erwartet

Die EU-Zulassung für Raptiva erwartet Serono im dritten Quartal. Galazka bestätigt für die Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) einen maximalen Jahresumsatz von 250 bis 400 Mio US-Dollar. Diese Zahl sollte drei bis fünf Jahre nach der Marktzulassung von Raptiva erreicht werden.

In den USA noch nicht zugelassen ist das Fruchtbarkeitsmedikament Luveris. Die Zulassung habe sich verzögert, sollte aber im zweiten Halbjahr ausgesprochen werden, gibt sich Galazka überzeugt. Jedoch sei es schwierig und noch zu früh um das Umsatzpotenzial zu nennen. "Der Markteintritt mit Luveris hat für Serono einen enormen strategischen Stellenwert", sagte Galazka weiter.

Zu möglichen Akquisitionen wollte Galazka keine detaillierte Aussage machen. Serono werde weiterhin nach Produkten Ausschau halten, die ins Portfolio passen.

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