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Interview: Software AG will operative Marge von 20% - Keine Zukäufe geplant

Der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern Software AG strebt für dieses Jahr eine operative Marge von 20 % an. Das operative Ergebnis solle um 40 % auf 83 Mill. € gesteigert werden, erklärte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt am Mittwoch in einem dpa-AFX-Interview. Gleichzeitig sei von einem gleichbleibenden währungsbereinigten Umsatz von 420 Mill. € auszugehen.

dpa-afx DARMSTADT. Der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern Software AG strebt für dieses Jahr eine operative Marge von 20 % an. Das operative Ergebnis solle um 40 % auf 83 Mill. ? gesteigert werden, erklärte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt am Mittwoch in einem dpa-AFX-Interview. Gleichzeitig sei von einem gleichbleibenden währungsbereinigten Umsatz von 420 Mill. ? auszugehen.

Den Zahlen liege die Annahme eines rein organischen Wachstums zu Grunde, sagte Zinnhardt. Die Software AG führe derzeit keine Verhandlungen zur Übernahme anderer Unternehmen. Gleichwohl werde der Markt natürlich ständig im Hinblick auf mögliche Gelegenheiten in dieser Richtung beobachtet.

Operative Marge Steigt Weiter

Für 2005 rechnet Zinnhardt mit einer operativen Marge, die über 20 % liegen wird. Ab 2006 sei von einem Umsatzanstieg von 10 % auszugehen. Das Jahr 2005 werde eine Zwischenstufe auf dem Weg dahin sein.

Zinnhardt trat erneut Spekulationen entgegen, wonach es Probleme auf dem US-Markt gebe. Entsprechende Gerüchte hatten in der vergangenen Woche zu einem Kursrutsch der Software-Aktie geführt. Die USA seien im zweiten Quartal die profitabelste der damals noch vier Regionen gewesen, zu denen auch Südwesteuropa, Nordeuropa/Asien/Afrika sowie Zentral- und Osteuropa zählten.

US-Ergebnis Leidet Unter Dollar-Kurs

Der Finanzvorstand räumte ein, dass das US-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebita) im zweiten Quartal auf 10,3 Mill. (Vorjahr: 11,5 Millionen) Euro gesunken ist. Dies sei jedoch auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, die zwar in die Ergebnisse der einzelnen Regionen einflössen, gegen die sich das Unternehmen aber auf Konzernebene absichere.

Weiter wies Zinnhardt darauf hin, dass die im ersten Halbjahr rückläufigen Umsätze in den USA bereits in die Prognose eingearbeitet worden seien. Währungsbereinigt würden sich in den USA die Umsätze mit Lizenzen und Wartungen im 2. Halbjahr auf Vorjahreshöhe bewegen, bei den Projektdienstleistungen dürften sie sogar leicht zulegen. Erfreulich sei, dass der Auftragseingang bei den Projektdienstleistungen im zweiten Quartal bereits über dem Wert des Vorquartals gelegen habe.

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