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Interview: Spamguru soll vor unerwünschten Emails schützen - IBM-Cheftechniker

Die Entwickler der International Business Machines Corp. (IBM) haben mit "Spamguru" ein neues Filtersystem zur Abwehr unerwünschter E-Mails entwickelt. Der Prototyp sei in den Softwarelabors des Unternehmens bereits erfolgreich getestet worden, sagte der Cheftechniker der Softwareforschungsabteilung, Mark Wegman, am Dienstag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

dpa-afx NEW YORK. Die Entwickler der International Business Machines Corp. (IBM) haben mit "Spamguru" ein neues Filtersystem zur Abwehr unerwünschter E-Mails entwickelt. Der Prototyp sei in den Softwarelabors des Unternehmens bereits erfolgreich getestet worden, sagte der Cheftechniker der Softwareforschungsabteilung, Mark Wegman, am Dienstag im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Auf die Markteinführung von "Spamguru" müssen IBM-Nutzer allerdings noch eine Weile warten. Noch gibt es keinen Termin für die Markteinführung der Filtersoftware. Der Softwarebereich Lotus habe sich jedoch sehr interessiert gezeigt, sagte Wegman.

Erhebliche Kosten Durch

Immerhin 30 bis 50 % des gesamten E-Mail-Aufkommens seien unerwünschte Mails, die erhebliche Kosten verursachen. "Wir sind an diesem Thema interessiert, weil wir das Problem lösen wollen, nicht weil wir eine Menge Geld damit verdienen wollen", sagte Wegman. Er teilt die Abwehrmöglichkeiten in drei Gruppen ein: Filter, Methoden, die den E-Mail-Versand für die Versender unerwünschter Mails teurer machen, und gesetzgeberische Maßnahmen.

"Ansätze, die den E-Mail-Versand verteuern würden, können sich nur durchsetzen, wenn die Filter nicht funktionieren", sagte Wegman. "Spamguru" verwendet unter anderem Algorithmen, die für die Verarbeitung von Daten aus der Genforschung entwickelt wurden. Auch wenn die unerwünschten Werbemails inzwischen mit Literaturzitaten oder anderen Textbausteinen garniert seien, um sie wie "echte" E-Mail aussehen zu lassen, könnten deren Absender nicht alle Aspekte ihres Tuns verschleiern. "Unsere Filter bei IBM funktionieren sehr gut. nur eine unbedeutende Menge unerwünschter E-Mail kommt durch."

Wenn Filter Versagen Muss DER Versand Teurer Werden

Allerdings sei unklar, wer sich im Kampf um die E-Mail-Postfächer in der besseren Ausgangsposition befinde. "Wenn die Filter nicht funktionieren, muss der Versand teurer werden", sagte Wegman. Hier gebe es etwa die Möglichkeit, E-Mails mit einer Art "Wohlfahrtsmarke" zu verschicken - einer elektronischen Briefmarke, die gegen eine Spende an wohltätige Organisationen abgegeben wird. Öffne man sein Postfach nur für E-Mails mit einer solchen Marke, blieben einem die unerwünschten Mails der Direktvermarkter erspart, für die nur eines zählt: niedrige Kosten.

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