Interview
Stoiber schließt Mehrwertsteuer-Erhöhung aus

Eine solche Erhöhung sei unsozial, so der Kanzlerkandidat. Zudem will er Veräußerungsgewinne bei großen wie bei kleinen Unternehmen gleich besteuern.

rtr BERLIN. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) hat in einem "Stern"-Interview eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nach einem möglichen Sieg der Union bei der Bundestagswahl ausgeschlossen.

Stoiber sagte in dem am Dienstag vorab veröffentlichten Interview, eine Mehrwertsteuererhöhung sei unsozial und störe die wirtschaftliche Entwicklung: "Deswegen will ich überhaupt nicht an die Verbrauchssteuern heran, an die Mehrwertsteuer schon gar nicht."

Stoiber sagte weiter, die Erlöse bei der Veräußerung von Firmenbeteiligungen müssten bei großen und kleinen Unternehmen gleich behandelt werden: "Entweder erhalten alle Steuerfreiheit oder alle unterliegen einem einheitlichen Steuersatz von etwa 15 %." Stoiber bekräftigte, die Steuerreform einer von der Union geführten Bundesregierung werde erst zum 1. Januar 2004 in Kraft treten.

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