Investitionen auf "Rekordniveau"
G+J bekommt Anzeigen- und Internet-Flaute zu spüren

Gruner + Jahr als größter europäischer Zeitungsverlag hat die Flaute im Anzeigen- und Internetgeschäft deutlich zu spüren bekommen. Wie das zum Bertelsmann-Konzern zählende Hamburger Medienhaus am Donnerstag mitteilte, fuhr das Unternehmen im Ende Juni ausgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 256 Mill. € (500,1 Mill. DM) ein. Dies waren 43 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3,9 % auf 3,05 Mrd.   (fast sechs Mrd. DM).

dpa-afx HAMBURG. Ohne Verluste aus dem Internet- und Multimediabereich wäre das Vorsteuerergebnis um 94 Mill.   höher ausgefallen, hieß es bei Gruner + Jahr. Mit gut einer Mrd. ? hätten die Investitionen einschließlich der Übernahme von Firmen und der Anlaufverluste im Internet-Geschäft im vergangenen Jahr "Rekordniveau" erreicht.

"Marktführer im deutschen Anzeigenmarkt"

"Es war das Jahr der Investitionen in die Zukunftssicherheit unserer Marktpositionen in Europa und in den USA, das Jahr des abrupten Endes der Internet- und Börseneuphorie und das Jahr des konjunkturellen Abschwungs in Deutschland und den USA", erklärte Verlagschef Bernd Kundrum. Im Anzeigengeschäft machte Gruner + Jahr im vergangenen Jahr noch ein Plus von zwei Prozent nach 15,11 % im Geschäftsjahr 1999/2000. Damit bleibe das Unternehmen "mit deutlichem Abstand Marktführer im deutschen Anzeigenmarkt". Am Mittwoch hatte auch der Axel Springer Verlag über ein stark gesunkenen Anzeigenaufkommen geklagt und geringere Geschäftsergebnisse angekündigt.

Gruner + Jahr ist mit über hundert Zeitschriften und Zeitungen in 14 Ländern das zweitgrößte Zeitschriftenhaus der Welt. In Deutschland gehört dem Verlag bei Tageszeitungen unter anderem die "Financial Times Deutschland" und die "Berliner Zeitung". Bei Zeitschriftentiteln zählen "stern", "Capital", "Geo", "Schöner Wohnen" und "National Geographic" zu den Angeboten aus dem Hamburger Medienhaus.

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