Investitionen für neue Entsorgungsanlagen
Bayer investiert sieben Mrd. Euro in Umweltschutz

Reuters LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will in den nächsten fünf Jahren etwa sieben Mrd. Euro für Umweltschutz und Sicherheit ausgeben. Allein in den Bau weiterer Entsorgungsanlagen werde mehr als eine Milliarde Euro investiert, sagte Vorstandschef Manfred Schneider heute in Leverkusen. Im zurückliegenden Jahrzehnt seien 13 Mrd. Euro für den Umweltschutz ausgegeben worden. Das Unternehmen habe dadurch die Emissionen um mehr als ein Drittel verringert. Schneider forderte zudem international einheitliche Regeln für den Umweltschutz.

Die neuen Entsorgungsanlangen sollen nach Schneiders Worten vor allem bei den weltweit geplanten neuen Fabriken entstehen. In den bestehenden Anlagen zahlten sich die hohen Investitionen der Vergangenheit inzwischen aus. So seien die Emissionen drastisch gesunken, obwohl die Produktion um mehr als ein Drittel gesteigert worden sei. Bei der Verringerung des Ausstoßes so genannter Treibhausgase will Bayer das von der Bundesregierung gesteckte Ziel noch übertreffen. Nach Angaben von Konzernvorstand Attila Molnar soll der Ausstoß bis 2010, bezogen auf die Werte von 1990, um 53 % vermindert werden. Die Bundesregierung will den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) bis dahin um 30 % senken.

Schneider: Globale Probleme fordern nationenübergreifende Lösungen

Bayer will seinen Reduktion von CO2 unter anderem durch den Bau neuer Kraftwerke erreichen. In den nächsten Jahren sollen an den Standorten Leverkusen und Uerdingen umweltschonende Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (GuD) gebaut werden. Noch im September werde im Werk Dormagen ein GuD-Kraftwerke von der RWE Energie AG eingeweiht. Nach Schneiders Angaben ist noch nicht entschieden, ob RWE Energie auch die geplanten Kraftwerke liefern wird.

Um Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen, bedarf es nach Schneiders Worten einer stärkeren internationalen Harmonisierung der Umweltgesetzgebung. "Nationale Alleingänge lösen nicht die meist globalen Umweltprobleme. Sie führen vielmehr zu einer Verzerrung der Wettbewerbsbedingungen", sagte der Konzernchef auf dem "Forum Ökoperspektive 2000". Nur wer wirtschaftlich Erfolg habe, könne schließlich Geld für die Umwelt ausgeben. Schneider kritisierte daher die von der Bundesregierung eingeführte Ökosteuer: "Es leuchtet nicht ein, dass Deutschland mit seinen ohnehin hohen Energiepreisen noch draufsatteln muß."

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