Investitionen geplant
Schwarz Pharma will Position in USA stärken

Der Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma will das mit dem verkaufsstarken Magenmittel Omeprazol verdiente Geld vor allem in den USA investieren.

Reuters DÜSSELDORF. Ziel sei, die Position in den USA durch Investitionen in Produkte, Projekte und eventuell auch Firmen zu halten und auszubauen, sagte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte am Dienstag bei der Hauptversammlung in Düsseldorf. "Wir haben zur Zeit keine konkreten Projekte auf dem Tisch, aber wir sehen uns sehr viel an", sagte Schwarz-Schütte. In diesem Jahr werde das Monheimer Unternehmen voraussichtlich bereits rund 1,4 Mrd. Dollar Umsatz in den USA machen und damit zu den 25 größten Pharmaunternehmen in diesem Markt gehören. Gleichzeitig stellte Schwarz-Schütte den Aktionären für 2003 eine höhere Dividende in Aussicht, ohne eine Größenordnung zu nennen, und bekräftigte erneut den Jahresausblick.

Mit einem Volumen von knapp 200 Mrd. $ und Wachstumsraten von im Durchschnitt zwölf Prozent sei die USA der wichtigste Markt für Schwarz Pharma. Der Europäische Markt folge erst an zweiter Stelle, da hier die Standortbedingungen wie etwa Preisniveau, Forschungs- und Entwicklungsbedingungen und staatliche Marktregulierungen sehr viel schlechter seien. "Wir sind heute schon ein amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Monheim am Rhein", sagte Schwarz-Schütte.

Der Vorstandschef bekräftigte vor den rund 320 Aktionären erneut den Jahresausblick für das Gesamtjahr. Der Gewinn soll 2003 auf 250 Mill. ? steigen bei einem Umsatz von rund 1,9 Mrd. ?. Das Umsatzziel sei in Abhängigkeit von der weiteren Dollar-Entwicklung zu sehen. "Das Ergebnis haben wir wechselkursgesichert", betonte Schwarz-Schütte. Dies gelte für einen Euro-Kurs von bis zu etwa 1,20 Dollar. Zugleich können die Aktionäre eine höhere Dividende erwarten. "Ich glaube, dass die Dividende im nächsten Jahr höher sein wird", betonte der Vorstandschef. Für eine präzisere Aussage sei es jedoch noch zu früh. Für 2002 sollen die Aktionäre 0,60 ? je Aktie erhalten.

Insgesamt erwartet Schwarz Pharma 2003 einen Omeprazol-Umsatz von rund 1,2 Mrd. $ oder je nach Währungskurs von rund einer Milliarde Euro. Im ersten Quartal hatte die Pharmafirma bereits 283 Mill. ? mit dem Magenmittel umgesetzt. Erst im Oktober hatte die US-Tochter KUDCo die Zulassung erhalten, mit Omeprazol auf dem US-Markt das bislang einzige Nachahmerprodukt des einst bestverkauften Magenmittels Prilosec von AstraZeneca zu vertreiben.

Im ersten Quartal war der Überschuss von Schwarz Pharma auf 54,6 Mill. ? geklettert nach 4,8 Mill. ? im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Umsatz hatte in den ersten drei Monaten um über 150 % auf 468 Mill. ? zugelegt. "Im April ist das Geschäft auch nicht schlecht gelaufen", sagte der Vorstandschef. Die anwesenden Aktionäre zollten dem Vorstand Lob für die rasante Kurs- und Gewinnsteigerung angesichts von Omeprazol. "Es gibt ganz wenige Unternehmen in Deutschland, die solche Erfolgszahlen auszuweisen haben", lobte etwa eine Aktionärsvertreterin.

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