Investitionen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro
Daimler steigt zum Nutzfahrzeug-Riesen in Asien auf

Der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler-Chrysler will sich eine größere Marktmacht in Asien sichern.

Reuters STUTTGART. Für fast 1,2 Mrd. Euro steigt der Stuttgarter Autobauer nach Angaben von Freitag in die Lkw-Geschäfte seiner beiden Partner Mitsubishi Motors (MMC) und Hyundai Motor (HMC) ein.

Der Plan Daimler-Chryslers sieht vor, dass Mitsubishi und Hyundai zunächst ihre Nutzfahrzeugsparten ausgliedern und der schwäbische Konzern dann jeweils Anteile an den neuen Firmen erwirbt. 760 Millionen Euro lässt sich DaimlerChrysler das 43-Prozent-Paket an MMC kosten, der Erwerb der Hälfte der Hyundai-Tochter beläuft sich auf 400 Mill. Euro. An der Börse legten die Daimler-Chrysler-Aktien im frühen Geschäft um 1,12 Prozent auf 37,88 Euro zu.

Der Einstieg DaimlerChryslers in die Bus- und Lkw-Produktion "Fuso" von Mitsubishi war erwartet worden, das Hyundai-Engagement ist hingegen eine kleine Überraschung. DaimlerChrysler unterhält mit den beiden asiatischen Autobauern bereits Partnerschaften, und Experten schließen nicht aus, dass unter der Regie der Stuttgarter die Nutzfahrzeug-Geschäfte der beiden Firmen mittlefristig verschmolzen werden könnten.

Daimler erwartet erhebliche Kosteneinsparungen

Daimler-Chrysler erhofft sich durch die Asien-Engagements erhebliche Kosteneinsparungen durch höhere Produktionszahlen - oder: "turning scale into profit", wie es Nutzfahrzeug-Chef Eckhard Cordes nannte. Dazu zählten in erster Linie eine enge Zusammenarbeit in der Fahrzeugentwicklung und die gemeinsame Verwendung von Komponenten und Aggregaten, hieß es.

Daimler-Chrysler hält bereits 37 Prozent an Mitsubishi Motors. Das japanische Unternehmen werde bis Anfang kommenden Jahres seine Nutzfahrzeugsparte ausgliedern und unter dem Namen "Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation" (MFTBC) führen. DaimlerChrysler werde vier Manager für die Unternehmensführung stellen, darunter auch den neuen Chef Wilfried Porth. Fuso setzt den Angaben zufolge mit knapp 17.500 Mitarbeitern fast sechs Milliarden Euro um und sieht sich als Marktführer in Japan.

Die Beteiligung am Hyundai-Nutzfahrzeuggeschäft läuft indes über eine Kaufoption Daimler-Chryslers. Der Stuttgarter Konzern unterhält mit dem koreanischen Unternehmen bereits eine Gemeinschaftsfirma für den Bau von Motoren. Die neue Gesellschaft werde den Namen "Daimler Hyundai Truck Cooperation" (DHTC) tragen, hieß es. Auch hier werde der deutsche Partner Manager entsenden, darunter den Chief Operating Officer (COO) und den Finanzchef.

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