Investitionen werden gestreckt oder gestrichen
Commerzbank: Keine Beschlüsse zu Stellenabbau

Die Commerzbank tritt auf die Kostenbremse, plant bisher aber keinen massiven Stellenabbau. Spekulationen über die Streichung von 4000 Stellen und damit rund zehn Prozent der Arbeitsplätze beim viertgrößten deutschen Bankhaus wies Unternehmenssprecher Dieter Schütz am Montag auf Anfrage zurück. "Es gibt keine Beschlüsse dazu." Es gelte weiter der im Juni verfügte Einstellungstopp.

dpa FRANKFURT/MAIN. Zur weiteren Kostensenkung würden derzeit intern verschiedene Lösungen diskutiert. Ob dazu auch Personalabbau gehören wird, sei offen. Der Aufsichtsrat der Großbank tagt am 15. Oktober. Die anhaltende Börsenflaute und der Rückzug von Privatanlegern hatten in der ersten Jahreshälfte 2001 zu einem Rückgang des Commerzbank-Konzerngewinns vor Steuern um 74 % auf 495 Mill. ? (970 Mio DM) geführt.

"Wir müssen sparen", sagte Schütz mit Hinweis auf hohe Verwaltungskosten, die in den ersten sechs Monaten um 18 % auf 2,9 Mrd. ? stiegen. Neben dem Einstellungstopp würden Investitionen gestreckt oder gestrichen. Das vor einigen Monaten aufgelegte Sofortprogramm soll in diesem Jahr Einsparungen von 240 Mill. ? bringen.

In Frankfurt wird seit Wochen über die Neuordnung von Geschäftsbereichen der Großbanken, Kostensenkungsprogramme und damit verbundene Stellenstreichungen spekuliert. Die Dresdner Bank hatte Mitte September bekannt gegeben, dass zusätzlich zu bisherigen Planungen 1300 Arbeitsplätze in der Frankfurter Zentrale, regionalen Niederlassungen und Tochtergesellschaften wegfallen. Nach der Übernahme durch die Allianz forciert die Bank den Stellenabbau zur Verbesserung ihrer Ertragskraft.

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