Investitions- und Beschäftigungsklima verschlechtert sich drastisch
Manager sehen für Rot-Grün schwarz

Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft haben sich aus Sicht der deutschen Führungskräfte nach dem Sieg von Rot-Grün bei der Bundestagswahl rapide verschlechtert, so das Ergebnis des aktuellen Handelsblatt Business-Monitors.

HB DÜSSELDORF. Zugleich schätzen die deutschen Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage derzeit so schlecht ein wie nie zuvor. Das zeigt die Herbstumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Innerhalb nur eines Monats hat sich die Stimmung der 800 im Busines-Monitor befragten Manager vollkommen gedreht: Jetzt erwarten zwei Drittel, dass sich die Standort-Bedingungen in Deutschland verschlechtern - im September dachten dies nur 14 % (siehe Grafik). Zugleich ist das Beschäftigungs- und Investitionsklima im Oktober auf den tiefsten Stand seit Einführung des Business-Monitors Anfang 1999 gefallen.

Der Hintergrund für den rapiden Stimmungswandel: Die Manager hätten mit einem Wahlsieg von Union und FDP gerechnet und seien jetzt enttäuscht, interpretiert das Psephos-Institut, das die Führungskräfte im Auftrag des Handelsblatts befragt. Drei Viertel der befragten Manager befürchten nun, dass die rot-grüne Bundesregierung ihrem Unternehmen in den nächsten vier Jahren das Leben schwerer machen wird.

Zugleich schwinden die Hoffnungen auf einen raschen Aufschwung: Der DIHK erwartet, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr auf der Stelle tritt, und rechnet beim Wachstum nur noch mit einer "schwarzen Null". Zuvor hatte der Verband ein Plus von 0,5 % prognostiziert. Für das kommende Jahr werden 1 % erwartet. Auch die Dresdner Bank hat gestern ihre Wachstumsprognose für Deutschland gesenkt. In diesem Jahr geht sie nur noch von 0,4 % Wachstum aus, für 2003 wird das Plus auf 1,5 % geschätzt.

Angesichts der eingetrübten Konjunkturperspektiven rufen die Führungskräfte der deutschen Wirtschaft immer stärker nach einer Senkung des Leitzinses von 3,25 %, damit die Konjunktur in Europa wieder angekurbelt wird. Nur noch eine knappe Mehrheit von 54 Prozent spricht sich für eine Beibehaltung der gegenwärtigen Zinssätze aus, doch 45 Prozent halten derzeit eine Senkung für geboten. Bei den Befragungen in den Vormonaten war es noch weniger als ein Drittel.

Quelle: Handelsblatt

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