Investitionsschutzabkommen zwischen dem Iran und Deutschland wird Anfang nächsten Jahres fertig sein
Müller erwartet Milliardenaufträge für deutsche Unternehmen im Iran

Insbesondere im Kraftwerksbereich erwartet der Bundeswirtschaftsminister Großaufträge. Wenn ein deutsches Unternehmen einen Zuschlag bekommen sollte, wird die Bundesregierung auch die Hermes-Bürgschaften übernehmen.

vwd BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller erwartet Aufträge in Milliardenhöhe für deutsche Unternehmen im Iran. Das sagte Müller am Montag nach seinen Gesprächen mit dem iranischen Finanz- und Wirtschaftsminister, dem Zentralbankchef und dem iranischen Energieminister in Teheran. Es gebe zwar noch keinen konkreten Zuschlag, "vom Gefühl her würde ich insbesondere im Kraftwerksbereich aber sagen, dass wir vor Abschlüssen stehen", zeigte sich Müller zuversichtlich. Bei dem Kraftwerksprojekt handelt es sich um ein Projekt mit 12 Kraftwerksblöcken zu je 300 Megawatt.

Müller versicherte, wenn der Zuschlag auf ein deutsches Unternehmen entfalle, werde die Bundesregierung die notwendigen Hermes-Bürgschaften übernehmen. Zu dem noch ausstehenden Investitionsschutzabkommen zwischen dem Iran und Deutschland sagte Müller, dass er auf die Antwort der iranischen Seite auf den deutschen Vorschlag warte. Als Vorbild eines solchen Abkommens habe er in seinen Gesprächen auf das 1999 zwischen dem Iran und Österreich geschlossene Investitionsschutzabkommen verwiesen. Sollte das Abkommen zwischen Deutschland und Iran Anfang nächsten Jahres fertig sein, so kann nach Aussage Müllers die deutsch-iranische Wirtschaftskommission schon im kommenden Frühjahr erstmals nach zehn Jahren wieder zusammentreten.

Müller sagte, in allen Gesprächen sei deutlich geworden, dass der Iran große Ambitionen habe, die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland zu pflegen und auszubauen. Es sei ihm zugesichert worden, dass von iranischer Seite alles dazu getan werden solle, damit dies auch funktioniere. Mit Blick auf die Rohölpreise sprach sich Müller erneut für eine längerfristige Stabilisierung aus. Dies sei im Interesse sowohl der Erdöl fördernden Länder wie auch der Industrieländer. Der iranische Zentralbankchef habe von sich aus ebenfalls vorgeschlagen, sich auf einen mittleren Ölpreis von um die 25$ pro Barrel in einer Bandbreite von etwa 23 bis 28 $ zu verständigen, berichtete Müller.

Es wäre allen geholfen, wenn die Ölpreise in dieser Bandbreite gehalten werden könnten. Darüber wolle er auch noch am Nachmittag mit dem iranischen Erdölminister sprechen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%