Investitionsstau bei vielen IT-Unternehmen: Infineon sieht Chance für Erholung

Investitionsstau bei vielen IT-Unternehmen
Infineon sieht Chance für Erholung

Der Münchener Chiphersteller Infineon sieht nach wie vor keine Anzeichen für einen nachhaltigen Aufschwung der krisengeschüttelten Halbleiterbranche. "Auch wenn es erste Anzeichen für einen positiven Trend gibt, ist es noch zu früh, von einer nachhaltigen Verbesserung des Gesamtmarktes zu sprechen", sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher in einem Interview.

Reuters MÜNCHEN. Zwar gingen alle namhaften Marktforschungsinstitute und Branchenexperten in diesem Jahr von einem deutlichen Umsatzwachstum der Halbleiterbranche aus. "Angesichts der internationalen Krisenstimmung und der hohen Sensibilität des Halbleitermarktes ist es aber unmöglich, konkrete Prognosen abzugeben", sagte Schumacher der "Welt am Sonntag". "Insgesamt bleibe ich vorsichtig optimistisch", fügte er hinzu.

Der Infineon-Chef sieht allerdings durchaus die Chance einer Erholung des Halbleitermarktes in diesem Jahr. "Bei vielen Unternehmen gibt es mittlerweile einen enormen IT-Investitionsstau", sagte Schumacher. "Solange jedoch die weltpolitische Lage so unsicher ist wie im Moment, bleibt der Ausblick für die IT-Märkte schwierig."

Schumacher bekräftigte, dass eine Entscheidung der Verlagerung des Firmensitzes ins Ausland, möglicherweise die Schweiz, noch nicht gefallen sei. "Die Schweiz ist in der Tat eine mögliche Option, die wir prüfen. Allerdings untersuchen wir die Möglichkeiten, Chancen und Risiken einer Verlagerung sehr gründlich, und das braucht seine Zeit."

Infineon kämpft seit rund zwei Jahren mit der schwersten Krise in der Geschichte der Halbleiterindustrie. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren verzeichnete der Konzern in seinem operativen Geschäft jeweils einen Verlust von über einer Milliarde Euro.

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