Investitionszurückhaltung macht zu schaffen
Sinner Schrader will mit Kurzarbeit Jobs retten

Der IT-Dienstleister will Kosten sparen und so Kündigungen vermeiden. Nicht alle Abteilungen sind von der Kurzarbeit gleichermaßen betroffen.

rtr FRANKFURT. Das IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Sinner Schrader will mit Kurzarbeit Kündigungen vermeiden. "Rund 70 der derzeit 200 Mitarbeiter von Sinner Schrader werden in den kommenden drei Monaten durchschnittlich 25 % kurzarbeiten", teilte das Unternehmen am Montag in seiner monatlich erscheinenden Broschüre mit. "Mit dieser Maßnahme sollen Kosten gespart und Kündigungen vermieden werden." Die aus der Kurzarbeit resultierenden Einsparungen bewegten sich im sechstelligen Euro-Bereich pro Quartal.

Von der Kurzarbeit seien nicht alle Abteilungen betroffen. Auftragsverzögerungen sorgten bei den Software-Entwicklern für Überkapazitäten, während etwa die Grafik oder das Consulting weiter gut ausgelastet seien.

Wegen einer anhaltenden Investitionszurückhaltung bei IT- und Internetprojekten hatte Sinner Schrader Ende April nach eigenen Angaben die Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Eine spürbare Wiederbelebung des Geschäfts erwartet die Firma mittlerweile nach eigenen Angaben frühestens für die zweite Jahreshälfte. Damit werde der Umsatz im Geschäftsjahr 2001/2002 nicht wie geplant gegenüber dem Pro-forma-Vorjahreswert von 19,9 Mill. ? gesteigert werden können, sondern vielmehr mit rund 16 Mill. ? niedriger ausfallen. Der Umsatzrückgang werde auch auf das operative Ergebnis durchschlagen, hatte Sinner Schrader mitgeteilt.

Trotz eines Mitarbeiterabbaus von rund 20 % oder rund 50 Mitarbeitern im Quartal sei im Gesamtjahr mit einem negativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) zu rechnen, hatte es geheißen.

In den ersten sechs Monaten des am 31. August endenden Geschäftsjahres 2001/2002 war der Umsatz von Sinner Schrader um 20 % auf 8,7 Mill. ? zurückgegangen. Nach einem Umsatz von 4,9 Mill. ? im ersten Quartal 2001/2002 ging der Umsatz im zweiten Quartal damit nach Angaben des Unternehmens auf ein Niveau von knapp 3,8 Mill. ? zurück.

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