Investment-Bank vor Börsengang
Mitarbeiter-Beteiligung bei Dresdner Kleinwort Wasserstein geplant

Die Mitarbeiter von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW), der Investment-Bank der Dresdner Bank, sollen ab Sommer am Kaptal ihrer Bank beteiligt werden. Nach Informationen des Handelsblatts stehen Details noch nicht fest. Der vorgesehene Anteil der Mitarbeiter an dem Unternehmen soll aber "beachtlich" sein.

stk LONDON. Grund für diesen Schritt ist einerseits die Hoffnung, die besten Investment-Banker langfristig an die Firma zu binden. Andererseits soll für sie ein Anreiz geschaffen werden, die Wertschöpfung zusätzlich zu erhöhen und DKW für den geplanten Börsengang fit zu machen.

Den Prozess zur Erlangung der rechtlichen Unabhängigkeit will das Management Anfang 2002 abschließen. Innerhalb von weiteren zwei Jahren wird nach den jetzigen Plänen der Börsengang vollzogen. Die Struktur der Investment-Bank bleibt vorerst unberührt; im Executive Committee, dem DKW-Führungsgremium, sind keine Änderungen angedacht. Chief Executive bleibt Dresdner-Vorstand Leonhard Fischer, Bruce Wasserstein sein Stellvertreter.

Die DKW wird nach der Dresdner-Eingliederung in die Allianz-Gruppe unter anderem aus rechtlichen Gründen unter der Dresdner Bank angesiedelt und nicht direkt unter der Allianz-Holding. Zunächst bleibt Frankfurt Hauptsitz, eine Verlegung nach London oder New York ist aber später möglich, heißt es in Verhandlungskreisen.

Während die Investment-Banker im vergangenen Jahr während der Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Bank in Massen die Flucht ergriffen, stoßen Headhunter in den DKW-Büros in der City in diesen Tagen bislang nicht auf nennenswertes Interesse, wie in der britischen Hauptstadt zu vernehmen war. "Wenn wir noch eine Woche mit dem Merger fortfahren, dann gibt es die Investment-Bank nicht mehr", soll Fischer damals im Vorstand gewarnt haben.

Nach den Positionskämpfen im Zuge der Übernahme der US-M&A-Boutique Wasserstein Perella im Herbst 2000 scheint Ruhe eingekehrt zu sein. Im Herbst soll besonders Tim Shacklock, Chef Corporate Finance, um die vermeintliche Vorherrschaft Londons gebangt haben. Die Aussicht auf den Börsengang und damit die lange ersehnte Unabhängigkeit scheinen jetzt dafür zu sorgen, dass die Investment-Banker nicht schon wieder Abwanderungsgedanken hegen.

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