Investment-Idee
Begehrter Schmierstoff

Ein Börsenkurs, der in fünf Jahren von 10 auf 70 Euro stieg - und das mit Spezialölen. Fuchs Petrolub hat es mit kontinuierlichem Aufstieg bis in den MDax gebracht. Die Analysten sind von den Fundamentaldaten der Firma überzeugt und prophezeien weiter steigende Kurse.

FRANKFURT. Wenn in Stuttgart-Untertürkheim ein Mercedes die Werkhalle verlässt, ist Fuchs Petrolub mit dabei. Der Schmierstoffhersteller liefert das Motoröl, mit dem Daimler seine fabrikfertigen Autos befüllt. Doch nicht nur das: Traktoren, Lastwagen und Baumaschinen laufen mit Öl von Fuchs. Und auch Rennfahrerin Jutta Kleinschmidt heizt im Fuchs Racing Team auf Hochtouren über den Nürburgring. Mehr als 10 000 Motoröle, Fette, Reiniger, Rostschutzmittel und Schmiermittel für die Industrie hat das Unternehmen aus Mannheim im Sortiment.

Wie geschmiert läuft es für Fuchs Petrolub an der Börse. Das Unternehmen steigt demnächst in die zweite Börsenliga auf und ersetzt die Beteiligungsgesellschaft Arques im MDax der mittelgroßen Unternehmen - die Belohnung für eine anhaltend gute Entwicklung. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre kletterte der Aktienkurs von rund zehn Euro auf mehr als 70 Euro. Von einem Tief im Januar dieses Jahres von 41,67 Euro hat sich die Aktie erholt und notiert nun bei rund 67 Euro. Der Börsenwert liegt mittlerweile bei rund 1,8 Mrd. Euro.

Nur den Kennern unter den Anlegern dürfte Fuchs Petrolub bisher ein Begriff gewesen sein. Dabei ist das Unternehmen nach eigenen Angaben der weltgrößte unabhängige Hersteller von Schmierstoffen. Fuchs Petrolub erzielt einen Umsatz von 1,4 Mrd. Euro und beschäftigt rund 4 000 Mitarbeiter an weltweit 40 Standorten. Jüngst feierte der Öl-Spezialist sein 75-jähriges Bestehen. Rudolf Fuchs gründete das Unternehmen im Jahr 1931 inmitten der Weltwirtschaftskrise. Heute ist die Familie Fuchs im Konzern immer noch stark vertreten. Insgesamt hält sie fast die Hälfte der Stammaktien. Der Enkel des Gründers, Stefan R. Fuchs, ist Vorstandschef.

Erst vor wenigen Wochen stockte der Chef seinen Aktienanteil auf. Er kaufte ein Aktienpaket für rund 180 000 Euro - zu einem Preis von 60,86 Euro je Aktie. Fast schon bescheiden wirkt dagegen die Summe der Aktien, die Andrea, Mary-Ann und Anna-Louisa Fuchs kürzlich zugekauft haben. Sie orderten Ende Mai Aktien für jeweils rund 3 000 bis 4 000 Euro. Keine große Summe, dies zeigt aber: die Familie erwartet steigende Kurse.

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