Investmentidee
Metro: Auf den Konzernumbau spekulieren

Die Aktie des Handelsriesen Metro steht unter Druck. Die Konjunktur gilt als Belastungsfaktor. Doch Anlegern kann dies auch Chancen bieten. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

FRANKFURT "Das einzig Konstante ist die Veränderung." Worte von Eckhard Cordes bei seiner ersten Bilanzpressekonferenz als Metro-Vorstandschef im März. Der Metro-Aktienkurs kannte in den vergangenen Monaten allerdings nur eine konstante Bewegung: nach unten. Nach guten Nachrichten von Konkurrent Wal-Mart stieg der Kurs Ende vergangener Woche zwar um zwei Prozent. Anfang dieser Woche gaben die Metro-Titel die Gewinne aber gleich wieder ab - wegen trüber Konjunkturaussichten.

Weil die Wirtschaftslage so unsicher ist, reicht es nicht, dass ein Konkurrent gute Ergebnisse präsentiert. Um die eigenen Aktien attraktiver zu machen, muss Deutschlands größter Handelskonzern mit eigenen guten Nachrichten punkten. Die Ergebnisse des zweiten Quartals taugten dazu - eigentlich.

Metro machte zwar einen Nettoverlust von 282 Mill. Euro, verursacht durch Sonderbelastungen bei den Sorgenkindern des Konzerns, den Real-Supermärkten und der Modekette Adler: Einmalaufwendungen und Abschreibungen summierten sich auf 612 Mill. Euro. Bereinigt lag der operative Gewinn (Ebit) aber bei 329 Mill. Euro und legte damit um 8,6 Prozent zu. Auch der Gesamt-Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf knapp 16 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr bestätigte Metro zudem die eigenen Ziele: Der Umsatz soll mehr als sechs Prozent wachsen, der operative Gewinn sechs bis acht Prozent steigen.

Zahlen, die Analysten und Anleger üblicherweise honorieren - eigentlich. Denn der Aktienkurs dümpelte gestern weiter unter 37 Euro; nur knapp über dem Jahrestiefstand von 35,58 Euro und weit entfernt von den Höchstkursen um 60 Euro Ende vergangenen Jahres. Ein Grund: Die Analysten fürchten, dass die Konjunkturschwäche die Metro belasten wird: "Wir glauben, dass der deutsche Konsum weiter schwächeln wird", sagt Analyst Ascan Iredi von der Postbank: "Und für die europäische Binnennachfrage sieht es auch nicht mehr so gut aus."

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