Investmentidee
Rendite mit der Conti-Übernahme

Wie Anleger mit den richtigen Anlagezertifikaten auch jetzt noch geschickt vom Kampf um Continental profitieren können. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

Innerhalb von vier Tagen ist der Kurs der Continental-Aktie vor drei Wochen von ihrem Jahrestief von unter 54 auf über 73 Euro Euro gestiegen, nach dem bekannt wurde, dass sich die fränkische Schaeffler-Gruppe den Automobilzulieferer einverleiben möchte.

70,12 Euro pro Aktie bietet Schaeffler den Conti-Aktionärenmittlerweile. Der Konzern aus der ersten Börsenliga wehrt sich zwar noch vehement gegen eine feindliche Übernahme durch das Familienunternehmen. Doch die Zeichen stehen nicht schlecht, dass der Übernahme-Coup gelingt.

Denn direkt und über Finanzderivate hat Schaeffler schon Zugriff auf ein Aktienpaket von rund 36 Prozent, falls die an dem Deal beteiligten Banken bis zum Ende mitspielen. Das Unternehmen strebe eine strategische Beteiligung von mehr als 30 Prozent an Conti an, aber nicht notwendigerweise eine Mehrheit, sagte Schaeffler-Chef Jürgen Geißinger.

Und nach Informationen des Handelsblatts hat ein Conti-Großinvestor bereits signalisiert, sich von seinen Anteilen trennen zu wollen, falls das Angebot auf einen "fairen Preis" von mindestens 80 Euro aufgestockt wird. Anleger die darauf spekulieren, dass das Angebot tatsächlich erhöht wird, können zwar immer noch Conti-Aktien kaufen, um hiervon zu profitieren.

Doch das Chance-Risiko-Verhältnis lässt hier zu wünschen übrig: Platzt der Deal wider erwarten, droht schlimmstenfalls ein Rückfall um mehr als 25 Prozent auf das Niveau vor der Übernahme.

Besser fahren Investoren, die jetzt geeignete Discountzertifikate kaufen: Rund 13 Prozent Rendite p.a. bietet beispielsweise ein Papier von Morgan Stanley im Juni kommenden Jahres, selbst wenn die Conti-Aktie bis dahin auf bis zu 58 Euro fällt (WKN: MS8FW4).

Verluste entstehen aufgrund des hohen Abschlags auf den Kurs der Continental-Aktie sogar erst unter 52 Euro. Zwei weitere interessante Alternativen mit höheren Seitwärtsrenditen von bis zu 20 Prozent p.a. finden Sie in der Tabelle.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur
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