Investmentidee
US-Bank empfiehlt brasilianische Aktien

Die zweitgrößte US-Investmentbank Morgan Stanley rät Investoren, brasilianische Aktien zu kaufen. Im Juli sind die Kurse an der brasilianischen Börse knapp sieben Prozent gefallen. Damit sind die Kursgewinne, die die Aktien seit April verzeichnet hatten, abgeschmolzen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

HB DÜSSELDORF. Im April hatte die Ratingagentur Standard & Poor's Brasilien eine Bonitätsnote der Kategorie "Investmentgrade" gegeben. Die auf Schwellenländer spezialisierten Analysten im Team von Jonathan Garner haben Brasilien auf "übergewichten" hochgestuft. Damit raten sie Anlegern, brasilianische Titel in größerem Umfang zu halten als diese im Referenzindex MSCI Emerging Markets Index enthalten sind. Brasilien ist nach Taiwan und Russland der dritte Markt, für den Morgan Stanley diese Empfehlung abgibt.

Morgan Stanley begründet die Einschätzung mit den gesunkenen Bewertungskennzahlen. Der brasilianische Aktienmarkt ist aktuell mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,75 bewertet. Im Mai lag die Vergleichszahl gemäß Bloomberg-Daten bei 14,15. Morgan Stanley geht von einem durchschnittlichen Gewinnwachstum bei den brasilianischen Konzernen in Höhe von 25 Prozent aus. Der Leitindex Bovespa Index hat seit Jahresanfang etwa fünf Prozent nachgegeben.

Die einfachste Art, auf einen weiteren Bullenmarkt in Brasilien zu setzen, sind Indexzertifikate. Goldman Sachs etwa bietet ein solches auf den Bovespa an (WKN: GS0J2E), ebenso die Deutsche Bank (WKN: DB1CC7). Die Produkte haben meist einen so genannten Spread, eine Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, von rund zwei Prozent. Die Indexzertifikate sind nicht währungsgesichert.

Attraktive Renditen bieten auch Discountzertifikate. Je nach Risikoneigung können Anleger Gewinne zwischen 14 bis 23 Prozent jährlich bei einer Laufzeit bis Juni 2009 erzielen. So kann der Bovespa noch um rund 40 Prozent fallen, ohne dass die Rendite von 14,5 Prozent jährlich gefährdet ist. Aber auch die Discounter sind nicht währungsgesichert. Und Anleger sollten im Zweifel eher konservative Produkte auswählen. Denn die Börse in Brasilien dürfte nach Meinung von Experten nicht nur steigen, sondern auch stark schwanken. Und die aktuelle Finanzkrise dürfte diese Volatilität noch erhöhen.

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