Investmentidee
Wall Street: Elefant oder Esel?

Am 4. November wird in den USA der neue Präsident gewählt. Investoren rätseln, welcher Kandidat der bessere für die Wall Street ist. Barack-Obama-Superstar oder doch Vietnam-Veteran John McCain? Vergleicht man die Börsenentwicklung nach früheren Präsidentschaftswechseln, kommt Überraschendes zutage. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

HB FRANKFURT. Denn anders als meist angenommen, haben in der Vergangenheit die Börsen unter einem demokratischen Präsidenten besser abgeschnitten als unter einem Republikaner. Von 1928 bis heute waren gleich drei Vierjahreszeiträume dabei, in denen die Kurse an der Wall Street bröckelten. Die Präsidenten hießen Hoover, Nixon und Bush jun. - allesamt eingefleischte Republikaner. Unter den Demokraten gab es lediglich eine schwache Vierjahresphase an der Börse.

Allerdings hatten die Republikaner auch Pech: In Herbert Hoovers Amtszeit fiel die große Depression, Richard Nixon musste sich mit dem Vietnam-Krieg sowie mehreren Ölpreisschocks herumärgern und Georg Bush hatte seinen Job als mächtigster Mann der Welt kaum angetreten, da platzte die DotCom-Blase und der Krieg gegen den Terror begann. Daher "führt es zu weit, die beobachteten Performance-Unterschiede allein den politischen Machtverhältnissen zuzuordnen", sagt Markus Reinwand, Aktienstratege der Helaba. Das Geldhaus hat in einer aktuellen Studie das Zusammenspiel von Wahlkampf und Börsenentwicklung genauer unter die Lupe genommen.

Umgekehrt haben die Demokraten häufiger von der günstigen Weltwirtschaft profitiert, ohne dass ein eigenes Konzept dahinter stand. Harry Truman etwa kam der Aufschwung der Nachkriegsjahre ähnlich gelegen wie der Börse. Und Bill Clinton profitierte vom Fall des Eisernen Vorhangs in den 90er Jahren.

Wichtiger für Anleger ist daher die Beobachtung, dass sich der Aktienmarkt neun Monate vor bis 12 Monate nach der Wahl in der Vergangenheit leicht positiv entwickelte. Am besten schnitten die Aktien immer dann ab, wenn ein Demokrat auf einen Republikaner im Weißen Haus folgte. Am schlechtesten lief es dagegen, wenn ein Demokrat von einem Republikaner abgelöst wurde.

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