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Investor Relations-Trend-Analyse 2004

Der Deutsche Investor Relations Kreis e.V. (DIRK) hat in seiner von November bis Dezember 2003 ...

Der Deutsche Investor Relations Kreis e.V. (DIRK) hat in seiner von November bis Dezember 2003 durchgeführten "Investor Relations-Trend-Analyse 2004" untersucht, ob und in welcher Form deutsche Unternehmen ihre Geschäfts- und Quartalsberichte in 2004 online aufbereiten werden. Der DIRK befragte 208 Online-IR-Verantwortliche aus den Aktienmarktsegmenten Prime und General Standard nach ihren Plänen und Budgets.
Rund 83% der befragten DAX-Unternehmen beabsichtigen, ihren Geschäftsbericht 2003 als interaktiven Bericht auf ihre Website zu stellen. Damit nehmen die sog. Blue Chips eine Spitzenposition ein. Aus den Indizes MDAX und SDAX planen 80 bzw. 62% der Unternehmen mit Online-Geschäftsberichten (OGB). Außerhalb der Indexwelt lässt das Interesse an OGB deutlich nach. So planen nur 44% der Prime Standard-Unternehmen mit interaktiven Geschäftsberichten und kein einziges Unternehmen aus dem General Standard. Insgesamt wollen 63% der an der Unternehmen in 2004 einen Online-Geschäftsbericht zu publizieren.
Von den Unternehmen, die einen OGB veröffentlichen möchten, werden dies nur knapp 45% im reinen, individuelleren und komfortableren HTML-Format tun. Die übrigen 55% haben sich für die kostengünstigere Kombination aus HTML und Bild-Elementen, das sog. Quick-HTML, entschieden. Durch die verschiedenenen Programmierungsvarianten schwanken die Budgets für die OGB sehr stark. Während DAX-Unternehmen durchschnittlich mit Kosten von 30 000 € kalkulieren, haben AGs aus dem MDAX 15 000 €, aus dem TecDax 12 000 €, aus dem SDAX 8000 € und aus dem Prime Standard 5000 € eingeplant. Insgesamt schwanken die Budgets zwischen 2000 und 90 000 €.
Während sich OGB nach den vorliegenden Ergebnissen der Investor Relations-Trend-Analyse 2004 wohl durchgesetzt haben, kann dies für interaktive Quartalsberichte noch nicht festgestellt werden. Hier überwiegt die klassische Veröffentlichung als PDF-Datei zum Download. Nur etwa jedes dritte Unternehmen hat in seinem Budget einen Posten für Online-Quartalsberichte vorgesehen, wobei das Ergebnis vom geringen Interesse der Unternehmen nach unten gezogen wird, die nicht in einem Index enthalten sind. Auf die Indizes bzw. Segmente verteilt sieht das Umfrage-Ergebnis wie folgt aus: zwei von drei DAX-Unternehmen, zwei von fünf MDAX-Unternehmen, jedes zweite TecDAX-Unternehmen, aber nur jedes vierte SDAX-Unternehmen und jedes fünfte Unternehmen aus dem Prime Standard wollen Online-Quartalsberichte veröffentlichen. Unternehmen aus dem General Standard planen dies sogar überhaupt nicht.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 06.01.2004

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