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Investoren glauben an Bush

Eigentlich hatten sich für heute Morgen Investoren Klarheit über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen erhofft. Doch offiziell entschieden ist die Wahl immer noch nicht. Lediglich von Florida hängt der Ausgang der Wahl ab. Da Bush allerdings augenblicklich im US-Bundesstaat Florida mit rund 1.800 Stimmen führt, könnte als er als Sieger aus dem Marathon-Walkampf hervortreten.

Beide Indizes eröffneten in der Gewinnzone, drehten dann allerdings in Minus. Investoren setzen heute Morgen wieder zuversichtlich auf Bush. Die Aktie des Softwareriesen Microsoft eröffnet als Dow Jones und Nasdaq Index Gewinner. Auch Pharma- und Tabakaktien wie Merck und Philip Morris steigen. George W. Bush hat im Falle seiner Präsidentschaft versprochen, die Pharmakonzerne nicht mit Preiskontrollen zu belasten. Zudem will er die Milliarden Klagen der Raucher gegen Tabakkonzerne und das Kartellverfahren gegen Microsoft nicht weiter verfolgen.



Sogar Pfizer legt zu. Der Pharmakonzern gerät in Verlegenheit, da die Patentabteilung des britischen High Court das seit 1993 bestehende Viagra-Patent für ungültig erklärte. Begründung: Der Hauptbestandteil des Potenzmittels Sildenafizitrat sei auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt worden, die zum Zeitpunkt des von Pfizer beanspruchten Monopols bereits "öffentliches Gut" waren. Zudem habe Pfizer die Forschungsarbeiten von Konkurrenten behindert, so das Urteil des Gerichts. Den eineinhalbjährigen Rechtsstreit hatte Lilly Icos, ein Joint Venture von Eli Lilly and Icos angestrengt. Unter Marktexperten wird die richterliche Entscheidung als "schwerer Rückschlag" für Pfizer bezeichnet. Nach Angaben des Unternehmens selbst ist das Hauptpatent für Viagra von dem Urteil jedoch nicht betroffen. Bis 2013 besitzt Pfizer ein gültiges Patent. Vorbörslich reagiert Pfizers Aktienkurs mit einem Minus von zwei Prozent.



AT&T

startet schwach. Die größte US-Telefongesellschaft plant, im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen den Schuldenberg bis 2002 um 16 Milliarden Dollar abzubauen. Laut dem Wall Street Journal belaufen sich die Schulden bei AT&T auf rund 62 Milliarden Dollar. Die Telefongesellschaft will den Konzern in vier Geschäftsbereiche aufgliedern.



Human Genome Sciences meldete gestern Quartalszahlen, die im Rahmen der Erwartungen lagen. Das Biotechnologieunternehmen erzielte einen Verlust von 13 Millionen Dollar oder zwölf Cents pro Aktie. Der Umsatz wurde im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 7,4 Millionen Dollar auf 8,1 Millionen Dollar verbessert. Die Verluste sind Unternehmensangaben zufolge auf Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte zurückzuführen. Positiv habe sich die Zusammenarbeit mit der britischen SmithKline Beecham ausgewirkt. Im frühen Handel verliert der Wert leicht.



Der Wert von Abercrombie & Fitch startet positiv in den Tag. Die Bekleidungskette hat die Konsensschätzungen im dritten Quartal übertroffen. Der Gewinn wurde gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent verbessert. Mit 43,6 Millionen Dollar oder 43 Cents pro Aktie lag das Ergebnis über den erwarteten 41 Cents pro Aktie. Der Umsatz wurde um 28 Prozent auf 366,9 Millionen Dollar gesteigert.



Weitere Quartalsergebnisse melden heute Polo Ralph Lauren, Reynolds&Reynolds, Pixar und 24/7.

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