Investoren halten sich zurück
Tokioter Börse verzeichnet schwächeren Schlußkurs

Der Nikkei-Index für 225 Werte fiel seit Juni 1999 wieder auf 14 811,08 Punkte zurück. Einziger Lichtblick waren die Tecnologietitel, die auf Grund der positiven Microsoft Ergebnisse einen Aufschwung verzeichneten.

Reuters TOKIO. Die Tokioter Börse hat am Donnerstag moderat schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index fiel 61,40 Punkten oder 0,41 % auf 14 811,08 Zähler und erreichte damit einen seit 19 Monaten unerreichten Tiefststand. Der TOPIX-Index gab 1,82 Punkte oder 0,13 % auf 1405,44 Zähler nach, dem tiefsten Stand seit dem 18. Juni 1999. Händlern zufolge hielten sich die Investoren im Handelsverlauf zurück, um die Eröffnung der US-Börse abzuwarten. Der Markt sei nach wie vor von der Sorge beherrscht, der schwache Euro und die hohen Ölpreise könnnten auf die Gewinnzahlen von US-Unternehmen drücken und so eine Erholung der US-Aktien verunmöglichen.

Ein weiterer Schatten warf der geplante Aktienverkauf des Telekomgiganten NTT, dem die Anleger angesichts der schwach tendierenden Titel skeptisch entgegen sähen, hiess es weiter. NTT sanken zum ersten Mal seit dem März 1999 unter eine Million Yen und schlossen 5,71 % tiefer mit 990 000 Yen.

Eine Reihe von Technologiewerten verzeichneten nach den positiven Quartalsergebnissen von Sun Microsystems und den über den Erwartungen liegenden Ergebnissen des Softwaregiganten Microsoft eine leichte Erholung. Sony befestigten sich um 1,66 % auf 9770 Yen und Fujitsu gewannen 3,81 % auf 2180 Yen. Die unsicheren Richtungsvorgaben aus den USA belasteten hingegen Titel wie Canon oder Koycera und auch NEC und Toshiba , die führenden Hersteller im Halbleiterbereich, büssten weiter an Boden ein.

Gewinne in defensiven Aktien limitierten einmal mehr die Verluste im Gesamtmarkt. Toyama Chemical kletterten auf die Nachricht, die Firma habe einen Impfstoffs gegen verschiedene Grippeviren entwickelt, über 6 % auf 479 Yen. Nissan Motors profitierten von rosigen Gewinnaussichten und legten 4,48 % auf 658 Yen zu.

Der Börsenumsatz betrug 473,43 (Vortag 561,62) Mill. Yen.

Im früheren Handel hatte die japanische Regierung ein Packet zur Stimulierung der Wirtschaft im Wert von insgesamt elf Billionen Yen vorgelegt. Ein solcher Schritt sei weitgehend erwartet worden und habe deshalb im Markt kaum für Aufsehen gesorgt, sagten Händler.

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