Investoren von festverzinslichen Firmenpapieren steht ein schwieriges Jahr bevor
Die Party bei Unternehmensanleihen ist vorbei

Die bis Frühjahr anhaltende Schwäche der Aktienmärkte und die Unsicherheit über deren weitere Entwicklung hat immer mehr Investoren dazu verleitet, Unternehmensbonds zu kaufen.

FRANKFURT/M. In einem sind sich die Experten für Unternehmensanleihen einig: 2004 wird ein schwieriges Jahr, um richtig Geld zu verdienen. "Das Jahr wird eine Herausforderung", drückt es Stephen Dulake, Kreditstratege bei JP Morgan in London, diplomatisch aus.

Denn so wie im abgelaufenen Jahr wird die Party bei Unternehmensanleihen kaum weitergehen. Die bis Frühjahr anhaltende Schwäche der Aktienmärkte und die Unsicherheit über deren weitere Entwicklung hatte immer mehr Investoren dazu verleitet, Unternehmensbonds zu kaufen. Denn die gelten als sicherer als Aktien, bieten aber einen Risikoaufschlag gegenüber Staatsanleihen. Diese Aufschläge sind für Unternehmensanleihen mit einem Rating innerhalb der Investitionsklasse nach Daten von Merrill Lynch von knapp 1,4 auf gut 0,8 Prozentpunkte zusammengeschmolzen. Mit den Papieren ließen sich Gesamterträge - also Kursgewinne und Zinserträge zusammengerechnet - von 7,3 Prozent erwirtschaften. Und das obwohl die Kurse in den vergangenen Monaten leicht gefallen sind. Bei Staatsanleihen sackten die Kurse aber drastischer ab und dementsprechend stiegen die Renditen stärker. Bei den als spekulativ eingestuften hochverzinslichen Unternehmensanleihen (Junkbonds) lagen die Gesamterträge im Euro-Raum sogar bei 29 Prozent.

Bei Junkbonds sehen viele Beobachter auch im kommenden Jahr noch die größten Chancen auf Kursgewinne, obwohl sich hier die Risikoaufschläge von rund 9,9 auf 3,7 Prozentpunkte besonders deutlich verringert haben.

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