Investoren vorsichtig: Leichtes Plus an der Wall Street

Investoren vorsichtig
Leichtes Plus an der Wall Street

Die US-Börsen haben am Montag nach Händlerangaben angesichts der Unsicherheit der Anleger vor der Veröffentlichung weiterer Bilanzen und dem Treffen der US-Notenbank (Fed) wenig verändert geschlossen.

rtr NEW YORK. Viele der bisher veröffentlichten Quartalsergebnisse hätten zwar über den Erwartungen gelegen, doch sei der Ausblick oft nicht so positiv ausgefallen wie von den Anlegern erhofft, sagten Händler. "Die Frage ist, wie stark und wie kräftig der Aufschwung sein wird", sagte Alfred Kugel, Investment-Stratege bei Stein Roe & Farnham. Der technologielastige Nasdaq-Index schloss 0,32 % im Plus auf 1943,91 Punkten. Der Dow-Jones-Index stieg 0,26 % auf 9865,75 Zähler, und der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,02 % auf 1133,06 Punkte nach. "Es gab einen kräftigen Aufwärtstrend seit September. Die Leute fragen sich jetzt, ob die Konjunktur stark genug sein wird, um die Bilanzen zu bringen, die das unterstützen", sagte Kugel weiter. Die zinspolitische Sitzung der Fed beginnt am Dienstag, eine Zinsentscheidung wird für Mittwoch 20.15 MEZ erwartet. Der Markt erhoffe sich von der Fed eine Bestätigung, dass die US-Wirtschaft auf Erholungskurs sei, sagten Börsianer. Die meisten Marktteilnehmer erwarteten, dass die Fed die Leitzinsen unverändert lassen werde.

Die Titel des Mischkonzerns Tyco waren der am meisten gehandelte Wert an der New York Stock Exchange und schlossen rund 6,7 % tiefer auf 42,00 Dollar. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, es wolle sich in vier unabhängige Gesellschaften spalten und diese an die Börse bringen. Die Titel des Finanzkonzerns American Express gaben rund 1,9 % auf 36,29 Dollar nach. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, der Gewinn sei im Schlussquartal 2001 um 56 % gesunken. Aktienempfehlungen der US-Investmentbank Morgan Stanley hatten im frühen Geschäft nach Händlerangaben die Kurse beflügelt. Die Investmentbank hatte die Aktien der Autobauer General Motors und Ford höher bewertet. Die Aktien seien angesichts der weiterhin kräftigen Nachfrage nach Automobilen und niedrigerer Lagerbestände günstig, hieß es zur Begründung. Die Ford-Aktie stieg um rund 3,8 % auf 15,06 Dollar. GM-Aktien legten rund 3,8 % auf 50,34 Dollar zu.

Die Investmentbank Credit Suisse First Boston hob ihrerseits die Bewertung der Aktien des Technologiekonzerns Texas Instruments an. Die Titel legten rund 3,5 % auf 28,40 Dollar zu. Die Aktien des US-Taschencomputerherstellers Palm gewannen rund 6,4 % auf 4,15 Dollar. Das Unternehmen hatte einen neuen Taschencomputer vorgestellt, der einen drahtlosen Internet- und E-Mail-Zugang ermöglicht. An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,18 Mrd. Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1670 Gewinner 1468 Verlierer, und 194 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,46 Mrd. Aktien 1822 Titel im Plus, 1721 im Minus und 327 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungweisenden zehnjährigen Bonds zuletzt 2/32 tiefer mit 99-13/32 Punkten und erbrachten eine Rendite von rund 5,07 %. Die 30-jährigen Titel stiegen 4/32 auf 98-20/32 und rentierten mit 5,46 %.

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