Investoren warten auf Sitzung der US-Notenbank
Lufthansa-Aktien beflügeln den Dax

Angesichts fehlender marktbewegender Impulse ist der Deutsche Aktienindex (Dax) am Montag bei dünnen Umsätzen kaum verändert in den Handel gestartet.

Reuters FRANKFURT. Dabei ragten die Kursgewinne von Degussa und Lufthansa sowie die Kursverluste des Chip-Herstellers Infineon heraus. Händler sagten, vor der für Dienstagabend (MEZ) erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed seien die Anleger sehr abwartend. Von Reuters befragte US-Händler erwarten fast einhellig eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte.

Der Dax stieg im frühen Handel um 0,1 Prozent auf 5204 Punkte. Der MDax für mittelgroße Werte tendierte knapp behauptet bei 4273 Zählern. In der Vorwoche hatte der Dax mehr als vier Prozent und der Nemax50 rund fünf Prozent zugelegt.

Die Lufthansa stieg um bis zu zwei Prozent auf 15,82 Euro. Einem Magazinbericht zufolge will die schweizerische Fluglinie Crossair mit der Lufthansa über eine Partnerschaft reden. "Uns ist nichts darüber bekannt", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Am Montag kommen die Mitarbeiter außerdem zu einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung zusammen. Dabei wird auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) reden.

Degussa stiegen um ein Prozent auf 30,65 Euro. Der Spezialchemiekonzern Degussa ist einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht an einer Übernahme der zum Verkauf stehenden Bayer-Tochter Haarmann & Reimer interessiert.

Infineon verloren mehr als fünf Prozent auf 25,90 Euro. Händler sagten, das hänge mit der Abgabe von Aktien beim größten europäischen Chiphersteller STMicroelectronics zusammen. Die Hauptaktionäre von STM wollen nach eigenen Angaben rund sieben Prozent der STM-Aktien an institutionelle Investoren abgeben. Die France Telecom werde zudem eine Wandelanleihe im Wert von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro auf 22 bis 26 Millionen STM-Aktien begeben.

Übernahmespekulationen gaben der Aktie des im MDAX notierten Medienunternehmens ProSieben Auftrieb. Das Papier legte um 2,82 Prozent auf 7,30 Euro zu. Die Spekulationen um eine Übernahme der gesamten KirchGruppe durch Rupert Murdochs News Corp. reißen nicht ab. Die KirchGruppe stelle sich auf einen feindlichen Übernahmeversuch ein, der schon in den nächsten Tagen erfolgen könne, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe. In der Münchener Kirch-Zentrale würden bereits Optionen durchgespielt, wie ein Angriff Murdochs und seines Medienkonzerns abgewehrt werden könne.

Im MDax stiegen die Titel von Rheinmetall um rund acht Prozent auf 11,20 Euro. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern steht einem Handelsbericht vor einem Verkauf.

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