Investors Corner
Silver Goal für Zertifikate

Der Juni war aus der Sicht der Derivatehändler ein beschaulicher Monat, der das übliche Sommerloch vorwegzunehmen schien. Dennoch emittierten die Emittenten in diesen Tagen besonders Produkte, die sich auf die aktuellen Ereignisse innerhalb der Sportwelt bezogen.

Die weltweiten Aktienmärkte sind ruhig, die Derivateumsätze entsprechend lau, der Sommeranfang fiel ins Wasser und Thüringen hat endlich Sommerferien. Der Juni war aus der Sicht der Derivatehändler ein beschaulicher Monat, der das übliche Sommerloch vorwegzunehmen schien.

Dennoch emittierten die Emittenten in diesen Tagen besonders Produkte, die sich auf die aktuellen Ereignisse innerhalb der Sportwelt bezogen: Die EM-Anleihe der Landesbank Hessen-Thüringen, deren Verzinsung von der Kursentwicklung von 25 Referenzaktien abhängt, ist ein gutes Beispiel. Dass Tore Geld im Sinne von erhöhten Zinsen bringen können, wissen insbesondere die FC Bayern-Fans seit der Hypo-Vereinsbank FC Bayern Sparcard. Mehr Heimtore der Bayernspieler führen zu einer höheren Verzinsung der Spareinlagen. Rund 40 000 Stück hat die Hypo-Vereinsbank nach eigenem Bekunden davon verkauft. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die willkürliche Verbindung aus Sport und Kapitalanlage der Zertifikatebranche nicht eher einen Bärendienst erweist.

Klar scheint: Der Aufmerksamkeitsgrad solcher "Marketingprodukte" ist sicherlich größer als die Emission von Discountzertifikaten, Doppel-Discountzertifikaten oder Aktienanleihen auf Adidas, Puma, Nike und Co. Dennoch: Wer eine klare Meinung zu der Entwicklung der relevanten Finanzmärkte hat, kann sich entsprechend seines Risikoprofils in einem der bekannten Anlageprodukte engagieren. Wer keine klare Meinung hat, sollte sich überlegen, ob er mögliche Gewinne oder Verluste von willkürlichen Ereignissen bzw. vom Zufall abhängig machen will.

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