IOC-Mediziner
Luftverschmutzung in Peking keine „große“ Gefahr

Die Luftverschmutzung stellt laut IOC keine "große" Gefahr für die Athleten und Besucher der Olympischen Spiele in Peking dar. Sollte es jedoch aufgrund zu hoher Luftverschmutzung Probleme geben, werde der IOC handeln.

PEKING. Das erklärte am Dienstag der Vorsitzende der Medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Arne Ljungqvist, bei der IOC-Vollversammlung in Peking. Das IOC schätze die Qualität der Luft in Peking nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein. "Diese Standards sind recht schwierig einzuhalten, aber in vielen Bereichen gelingt Peking das", sagte Ljungvist. Die WHO-Richtlinien gelten laut Ljungvist auch eher für längerfristige Belastungen für Bewohner, nicht für Kurzzeitgäste, die nur für die Zeit der Spiele kommen. Das IOC werde im Fall von Problemen aber "Taten" ergreifen, erklärte der Schwede weiter. IOC-Präsident Jacques Rogge hatte bereits angekündigt, Wettbewerbe in Ausdauersportarten womöglich zu verlegen, falls die Luftverschmutzung zu stark werde. In der Zeit der Spiele vom 8. bis zum 24. August werde das IOC stündlich über die Luftqualität informiert, erklärte Ljungqvist. Nach Angaben des IOC - Mediziners hat sich der örtliche WHO-Vertreter in Peking die übertriebene Darstellung der Luftverschmutzung in den Medien beschwert.

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Am Dienstag lag zunächst ein leichter grauer Dunst über der 17 Millionen-Stadt, der später jedoch Hitze und Sonnenschein Platz machte. Nach Angaben des Pekinger Umweltamts herrschte nur "leichte Verschmutzung". Der Schleier über Peking sei kein Anzeichen für Luftverschmutzung, sondern von "Verdunstung und Feuchtigkeit", sagte Ljungqvist. "Hier gibt es ein Kommunikationsproblem. Wenn sich solch ein Missverständnis quasi in den Köpfen der Leute festgesetzt hat, ist es nicht so einfach, die richtige Botschaft zu vermitteln." Der Schwede hatte in der Vergangenheit bereits Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit als größeres Problem für die Athleten bezeichnet als den Pekinger Smog. Dort machten am Dienstag Temperaturen bis zu 33 Grad bei nur leichter Brise und 90-prozentiger Luftfeuchtigkeit den Olympia-Gästen zu schaffen. "Besser als 12 Grad und Regen", sagte dazu lapidar der deutsche Basketball-Bundestrainer Dirk Bauermann.

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