IPO-Kolumne
Ein bisschen mehr bitte!

Es darf ruhig ein bisschen mehr sein, wenn sich mit Tognum der größte Börsenkandidat seit dem Jahr 2000 präsentiert. Mehr an Emissionsvolumen, mehr an interessierten Zuhörern. Und auch mehr an Brimborium.

Knappe zehn Minuten - natürlich auf Englisch - dauert der Präsentationsfilm, den mehrere Dutzend Journalisten über sich ergehen lassen müssen, ehe es endlich losgeht. Beste Kinounterhaltung eigentlich in Ton und Bild, wäre der Inhalt nicht längst bekannt. Was Tognum so macht und wo die Dieselmotoren vom Bodensee weltweit überall zum Einsatz kommen, wissen die meisten längst. Und auch die Rundum-Wandverkleidung in den Firmenfarben weiß, grün und blau wirkt vor dem altehrwürdigen Interieur der Luxus-Herberge "Frankfurter Hof" zwischen Kronleuchtern und holzvertäfelten Wänden etwas deplatziert.

Wer jetzt allerdings schon wieder an Übertreibungen denkt wie einst zu Zeiten des Neuen Marktes, der übertreibt selbst. Damals wurde viel mehr geprotzt. Mit noch üppigeren Präsentationen, Promis und Bombast. Dagegen wirkt selbst Tognums Auftritt zurückhaltend. Aber eben doch ein bisschen üppiger, als es Journalisten, Analysten und Investoren zuletzt gewohnt waren.

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