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IPO-Umfrage des BVK

Die deutschen Private Equity-Gesellschaften sehen in ihren Portfolios großes Potential für ...

Die deutschen Private Equity-Gesellschaften sehen in ihren Portfolios großes Potential für erfolgreiche Börsengänge in den nächsten Jahren. Dies ist das Ergebnis der IPO-Umfrage 2004, die der Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e.V. (BVK) unter seinen Mitgliedern und weiteren deutschen Private Equity-Gesellschaften durchführte. Insgesamt 111 Gesellschaften gaben darin ihre Einschätzung zur aktuellen Börsensituation ab. In den Portfolios der Private Equity-Gesellschaften finden sich derzeit 132 Unternehmen mit ausreichender Reife für einen Börsengang. Insgesamt gaben 56 Gesellschaften an, mindestens einen IPO-Kandidaten im Portfolio zu haben - jedoch können sich nur 36 aller befragten Gesellschaften vorstellen, auf der Grundlage der derzeitigen Segmentierung einen Börsengang in Deutschland durchzuführen.
Ein Großteil der befragten Gesellschaften sieht zwischen dem Beteiligungsmarkt und der Börse ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis: Private Equity-Gesellschaften stellen eine wichtige Quelle für IPO-Kandidaten dar, während sie über Börsengänge und spätere Aktienverkäufe ihrer Portfoliounternehmen einen maßgeblichen Teil ihrer Rendite erwirtschaften. Allerdings weisen die befragten Gesellschaften der Börse eine sehr viel größere Bedeutung für den gesamten Private Equity-Markt zu, als für das Geschäft der eigenen Gesellschaft.
Als unzureichend stufen die Private Equity-Gesellschaften jedoch die derzeitige Börsenstruktur in Deutschland ein: Mehr als die Hälfte der Befragten schätzt die derzeitigen Börsensegmente als mangelhaft oder ungenügend für KMU ein.
Obgleich sich das Umfeld an den internationalen Kapitalmärkten bereits merklich verbessert hat, steht die Private Equity-Branche den zunehmenden Spekulationen über anstehende IPO’s deutscher Unternehmen skeptisch gegenüber. So erwarten nur neun Gesellschaften bereits im Jahr 2004 regelmäßige Börsengänge deutscher Unternehmen. 45 Akteure gehen davon aus, dass sich das IPO-Fenster im ersten Halbjahr 2005 vollständig öffnen wird. Rund ein Viertel der Private Equity-Gesellschaften (28) sieht sogar erst im Jahr 2006 wieder regelmäßige Börsengänge.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 30.04.2004

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