Ippen macht Sprung
Springer-Verlag weiter vorne

Die Nummer eins auf dem Markt der deutschen Tageszeitungen ist weiterhin klar der Axel Springer Verlag ("Bild", "Welt"). In einer am Montag veröffentlichten Rangliste der Fachzeitschrift "Media Perspektiven" bringt es Springer auf einen Anteil von 23,4 Prozent (Jahr 2000: 23,6 Prozent).

HB/dpa HAMBURG. Dahinter folgt die Essener WAZ-Gruppe mit 6,1 Prozent (6,0 Prozent) vor der Verlagsgruppe Stuttgarter Zeitung/Die Rheinpfalz/Südwestpresse, die 4,9 Prozent (5,0 Prozent) erreicht. Platz vier nimmt die Verlagsgruppe M. Du Mont Schauberg (Köln) mit 4,2 (4,4 Prozent) ein.

An fünfter Stelle kommt die Ippen-Gruppe ("Münchner Merkur", "tz"), die zwei Plätze nach vorne sprang. Durch die Übernahme der "Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen" (Kassel) Anfang des Jahres hat Ippen seinen Anteil von 2,9 auf 3,8 Prozent gesteigert. Platz sechs belegt die Holtzbrinck-Gruppe (Stuttgart). Ihr Anteil wuchs von 2,5 auf 3,4 Prozent, da erstmals das "Handelsblatt" berücksichtigt wurde. Kommen "Berliner Zeitung" und "Berliner Kurier" von Gruner + Jahr an Holtzbrinck - die kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus - würde sich der Anteil des Verlags laut Untersuchung auf fünf Prozent ausweiten.

Die aktuelle Krise der Branche verschärfe die Konzentrationstendenzen. "Die publizistische Konzentration setzt sich durch die steigende Monopolisierung lokaler Zeitungsmärkte fort", heißt das Fazit von Horst Röper, dem Autor der alle zwei Jahre fortgeschriebenen Untersuchung. Für die Krise macht er neben den Einbrüchen am Werbemarkt auch verfehlte Investitionen in der Vergangenheit und Überkapazitäten im Druckbereich verantwortlich.

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