Irak beherrschendes Thema
Ölpreis über 31 Dollar je Barrel

vwd NEW YORK. Getrieben von der drohendenden Konfrontation im Irak und der Situation in Venezuela ist der Ölpreis am späten Mittwochnachmittag über die Marke von 31 Dollar je Barrel gestiegen. Nachdem der Preis für Rohöl bereits am Vortag so stark wie seit Jahren nicht mehr angezogen hatte, stieg er am Mittwoch auf den höchsten Stand seit 24. September. Als weiteren Faktor für den Preisanstieg nannten Analysten den aktuellen Kaltwettereinbruch in den USA. In dieser Situation wirkte sich vor allem die hohe Abhängigkeit der USA von venezolanischen Ölimporten aus, die knapp sieben Prozent des US-Gesamtbedarfs ausmachen.

Die venezolanischen Exporte sind durch den seit über zwei Wochen anhaltenden Generalstreik fast vollständig zum Erliegen gekommen. Am Mittwochnachmittag verlautete aus Kreisen der venezolanischen Ölindustrie, die tägliche Fördermenge des Landes sei auf 370.000 bpd gesunken, da die Lagerkapazitäten fast ausgeschöpft seien. Normalerweise fördert Venezuela rund 400.000 bpd. Das Militär in Venezuela befürchtet unterdessen eine Zuspitzung der derzeitigen Krise und schließt einen Einsatz der Streitkräfte bei gewalttätigen Auseinandersetzungen nicht aus.

Ausgelöst wurde der aktuelle Preisanstieg durch die Stellungnahme des Weißen Hauses zum Waffenbericht des Irak, nach der ein Krieg im Irak wahrscheinlicher wird, wie Beobachter meinen. In der Stellungnahme hatte es geheißen, US-Präsident George W. Bush sehe Probleme in dem Bericht, da es Auslassungen gebe. Der britische Außenminister Jack Straw hatte den Bericht "eine offensichtliche Lüge" genannt, die niemanden täuschen werde.

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