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Irak bittet Helfer im Land zu bleiben

Nach der Entführung der Leiterin von Care International in Bagdad hat die irakische Regierung die Hilfsorganisationen im Land zur Fortsetzung ihrer Arbeit gedrängt.

dpa KAIRO/BAGDAD. Nach der Entführung der Leiterin von Care International in Bagdad hat die irakische Regierung die Hilfsorganisationen im Land zur Fortsetzung ihrer Arbeit gedrängt.

Der nationale Sicherheitsberater Muffawak al-Rubaije sagte am Mittwoch nach Angaben der britischen BBC, die Iraker bräuchten die Hilfe dringend, ein Abzug der Organisationen würde ein Zugeständnis an die Terroristen bedeuten. Care International hat wegen der Entführung der örtlichen Leiterin Margaret Hassan seine Tätigkeit im Irak vorerst eingestellt.

Der Ehemann der Care-Leiterin, Tahsin Ali Hassan, bat die Entführer in einem Appell, den der arabische Fernsehsender El Arabija ausstrahlte, um die Freilassung seiner Frau Margaret. "Meine Frau hat mit Politik nichts zu tun. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich seit 30 Jahren für das irakische Volk ein", betonte Hassan. Margaret Hassan war am Dienstag auf dem Weg zu ihrem Büro in Bagdad von einer noch immer unbekannten Gruppe entführt worden. Zwei ägyptische Ingenieure, die am 23. September in Bagdad verschleppt worden waren, kamen unterdessen nach einem Bericht von El Arabija frei.

Die US-Luftwaffe zerstörte am Mittwoch nach eigenen Angaben einen Kommandoposten der Rebellen am Nordrand der Aufständischenhochburg Falludscha. Außerdem seien weitere mutmaßliche Verstecke von Anhängern des jordanischen Terroristenführers Abu Mussab al-Sarkawi angegriffen worden. Bei den Angriffen gab es nach Polizeiangaben keine zivilen Opfer. Es sei zwar ein Wohnhaus getroffen und zerstört worden, dieses habe aber leer gestanden, weil seine Bewohner schon vorher geflüchtet seien.

Bereits am frühen Mittwochmorgen hatte die US-Luftwaffe einen Angriff gegen Ziele in Falludscha geflogen. Augenzeugen gaben an, aus den Trümmern eines der beiden bombardierten Häuser hätten Nachbarn die Leichen einer sechsköpfigen Familie gezogen, darunter zwei kleine Kinder. Das US-Militär wies diese Darstellung zurück und erklärte, der Angriff habe zwei mutmaßlichen Verstecken der Organisation von al-Sarkawi gegolten.

In Samarra, 100 Kilometer nördlich von Bagdad, explodierten nahe dem Stadtzentrum zwei Autobomben. Dabei seien ein Kind getötet, elf US-Soldaten und ein irakischer Übersetzer verletzt worden, bestätigte das US-Militärkommando in Bagdad.

Nach monatelangem Bitten von UN-Generalsekretär Kofi Annan hat sich Fidschi als erstes der 191 UN-Mitgliedsländer bereit erklärt, eine Truppe zum Schutz der UN-Mission im Irak zur Verfügung zu stellen. UN-Sprecherin Marie Okabe erklärte am Mittwoch, dass der Südseestaat 130 Soldaten stellen will, um für die Sicherheit von Wahlhelfern der Vereinten Nationen zu sorgen. Annan hat die UN - Mitgliedstaaten darum gebeten, den UN-Experten zur Vorbereitung der Wahlen im Januar Tausende von Soldaten zur Seite zu stellen.

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