Irak deutet Zugeständnisse in der Frage der UN-Inspektoren an
Irak gibt sich kompromissbereit

Wenige Stunden vor der Abreise des irakischen Außenministers Nadschi Sabri nach New York hat der Irak angedeutet, dass er möglicherweise einer Rückkehr der UN-Waffeninspektoren zustimmen will.

dpa BAGDAD. «Einer der Hauptgründe, weshalb wir die Rückkehr der Inspektoren bisher abgelehnt haben, ist, dass die Amerikaner wollen, dass die Inspektoren auf ewig hier im Land bleiben», schrieb am Montag die vom ältesten Sohn von Präsident Saddam Hussein, Udai, geleitete Tageszeitung «Babil».

Sabri wird am kommenden Donnerstag in New York mit UN - Generalsekretär Kofi Annan über die Frage der Inspektoren und die jüngsten amerikanischen Drohungen gegen sein Land sprechen.

«Wenn die Inspektionen zeitlich begrenzt sind und nach ihrem Abschluss das Embargo aufgehoben wird, dann könnten wir vielleicht eine andere Position vertreten», erklärte «Babil». Die irakische Führung sei allerdings davon überzeugt, dass die Amerikaner und ihre britischen Verbündeten ihre «Aggression» gegen den Irak auch dann fortsetzen würden, wenn Bagdad der Wiederaufnahme der 1998 unterbrochenen Kontrollen zustimmen sollte.

Die USA werfen dem Irak vor, er versuche Massenvernichtungswaffen herzustellen. Bagdad hatte sich, nachdem Washington im Zusammenhang mit der «US-Kampagne gegen den Terrorismus» mehrfach mit einem Angriff auf den Irak gedroht hatte, zu einer Wiederaufnahme des vor einem Jahr unterbrochenen Dialogs mit den Vereinten Nationen bereit erklärt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%