Irak erneut zu Kooperation gedrängt
Mubarak und Schröder auf einer Linie

Bundeskanzler Gerhard Schröder und der ägyptische Präsident Husni Mubarak haben Irak erneut zur Abrüstung gedrängt, um so einen Krieg zu vermeiden. Schröder sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit Mubarak in Berlin: "Wir sind miteinander der Auffassung, dass die Uno-Resolution 1441 umgesetzt werden muss, dass es also zur Entwaffnung Iraks von Massenvernichtungswaffen kommen muss."

Reuters BERLIN. Beide stimmten auch überein, dass alles getan werden müsse, um (den Konflikt) mit friedlichen Mittel zu lösen. Mubarak sagte, Deutschland und Ägypten träten dafür ein, dass das internationale Recht, also der Beschluss des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (Uno) durchgesetzt werden solle.

Beide stimmte auch darin überein, den Uno-Waffeninspektoren im Irak weitere Zeit für ihre Arbeit einzuräumen. Mubarak sagte, sie müssten ausreichend Zeit bekommen, "aber es muss eine limitierte Zeit sein". Einen Zeitrahmen nannte er nicht. Die Bundesregierung hat sich gegen eine Fristsetzung ausgesprochen. Die Dauer weiterer Inspektionen ist der zentrale Streitpunkt zwischen den USA und Großbritannien auf der einen und Deutschland, Frankreich und einer Mehrheit des Sicherheitsrats auf der anderen Seite. Die USA und Großbritannien drängen auf eine schnelle Entscheidung über einen Krieg und bereiten eine Resolution vor, die diesen legitimieren soll.

Schröder sagte, die Bundesregierung sei gegen ein einseitiges Vorgehen ohne Resolution des Sicherheitsrats. Ein solches sei aber seiner Kenntnis nach nicht geplant. Schröder sagte, Mubarak habe sehr eindrucksvoll die Gefahren eines Irak-Kriegs für die Region und den internationalen Kampf gegen Terrorismus beschrieben. Ägypten lehnt einen Krieg gegen Irak wie Deutschland ab und will auch die anderen Staaten der Arabischen Liga von dieser Haltung überzeugen, wenn diese voraussichtlich Ende Februar in Ägypten zu einem Sondergipfel zusammen kommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%