Irak-Krieg belastet das Geschäft: Gewinnziel der Air France gefährdet

Irak-Krieg belastet das Geschäft
Gewinnziel der Air France gefährdet

Die französische Fluggesellschaft Air France sieht wegen der schwachen Marktentwicklung, die sich durch den Irak-Krieg noch verschlechtert hat, das Erreichen ihres Gewinnzieles im laufenden Jahr gefährdet. Das Unternehmen werde deshalb Kapazitäten stilllegen und die Abnahme neuer Flugzeuge hinausschieben, kündigte Air France am Mittwoch in Paris an.

rtr PARIS. Im April würden die Flugkapazitäten gegenüber den ursprünglichen Planungen um sieben Prozent reduziert und die für den Herbst 2003 vorgesehene Abnahme von sieben Mittelstrecken- Flugzeugen der Airbus-A320-Familie auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die Investitionen für 2003/04 würden, teilweise durch die spätere Abnahme von Flugzeugen, auf weniger als eine Milliarde Euro gedrosselt und die Ausgaben, wie nach den Anschlägen am 11. September 2001, drastisch eingeschränkt.

"Der Beginn des Irak-Krieges hat die Verschlechterung der Bedingungen am Markt im März beschleunigt. Wegen des schwächeren Wirtschaftswachstums, was mit der Lage im Nahen Osten in Zusammenhang steht, ist die Air France nicht mehr sicher, ob sie in der Lage sein wird, ihr Ziel eines höheren operativen Gewinns als im Vorjahr zu erreichen", hieß es in einer Erklärung der Fluggesellschaft.

Die gegenwärtigen Planungen der Air France gingen von einer schrittweisen Erholung des Marktes, ähnlich der Entwicklung nach dem Golfkrieg 1991 und nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA aus. Von schwächerer Nachfrage nach Flügen seien besonders die Routen über den Nordatlantik, nach Asien, in den Nahen Osten und in Europa betroffen.

Fluggesellschaften in ganz Europa haben wegen des Irak-Krieges ihre Flüge in die Golfregion eingeschränkt. Einige haben weitergehende Schritte eingeleitet. So hat Europas größte Fluggesellschaft British Airways (BA) am Mittwoch angekündigt, wegen des Irak-Krieges ihr Flugangebot in den beiden kommenden Monaten um vier Prozent zu reduzieren und den geplanten Abbau von 13 000 Stellen zu beschleunigen. Die Deutsche Lufthansa hatte bereits am Dienstag erklärt, wegen eines deutlichen Nachfragerückgangs vor allem durch den Irak-Krieg erneut ihr Flugangebot zu reduzieren. Zudem wolle die Fluggesellschaft den ohnehin vergleichsweise schlanken Konzernvorstand verkleinern.

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