Irak-Krieg und SARS mitverantwortlich
MyTravel rutscht tiefer in die Verlustzone

Der hoch verschuldete britische Reisekonzern MyTravel ist in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2002/03 (bis Ende September) noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen am Freitag in Manchester mitteilte, ergab sich nach Einmalposten und Abschreibungen auf Firmenwerte ein operativer Verlust von 590,9 Mill. britischen Pfund (827,2 Mio Euro).

HB/dpa LONDON/MANCHESTER. Im Vorjahr klaffte noch ein Loch von 168,1 Mill. Pfund in der Unternehmenskasse. MyTravel machte auch den Irak-Krieg und die Infektionskrankheit SARS für die Entwicklung verantwortlich.

"Die Ergebnisse des ersten Halbjahres spiegeln die schwierige Lage der Branche wider", hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Der Nachfragerückgang machte sich auch bei den Sommerbuchungen bemerkbar. Sie lägen derzeit um 5 % hinter dem Vorjahr zurück. Als Reaktion auf die Einschnitte habe MyTravel seine Kapazität um 12 % gesenkt. Das Unternehmen hatte im April den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen bekannt gegeben. Bis zum Jahr 2005 sollen die Kosten um jährlich 150 Mill. Pfund gekappt werden.

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