Irak will heute US-Soldaten zeigen
US-General wirft Irak Hinrichtung von Kriegsgefangenen vor

Ein hochrangiger US-General hat Irak vorgeworfen, Kriegsgefangene hingerichtet zu haben. Der Vizechef des US-Generalstabs, General Peter Pace, sagte dem US-Fernsehsender CNN, Irak habe eine Reihe von Kriegsverbrechen begangen, unter anderem die Hinrichtung von Kriegsgefangenen und die Lagerung von Waffen in Schulen. Aus US-Regierungskreisen verlautete am Donnerstag, eine Untersuchung sei eingeleitet. Irak wies die Vorwürfe zurück.

Reuters WASHINGTON. 15 US-Soldaten waren am Sonntag mit ihrem Fahrzeug im Südirak bei Nassirija in einen Hinterhalt geraten und gefangen genommen worden. Im irakischen Fernsehen waren später Aufnahmen von fünf US-Soldaten gezeigt worden, die verhört wurden. Zudem waren bis zu acht Leichen zu sehen, bei denen es sich nach irakischen Angaben ebenfalls um US-Soldaten handelte. Zwei ihrer Kameraden sollen Berichten zufolge ebenfalls getötet worden sein.

US-Regierungsvertreter hatten unter Berufung auf Geheimdienstkreise erklärt, die Soldaten seien bei dem Versuch getötet worden, sich zu ergeben. Einige der im irakischen Fernsehen gezeigten Leichen wiesen dem Anschein nach Einschusslöcher in der Stirn auf, was auf eine gezielte Tötung schließen lassen könnte. Aus US-Regierungskreisen erfuhr Reuters am Donnerstag, die Soldaten würden offiziell weiter als vermisst betrachtet. Man hoffe, die Leichen der auf den Bildern gezeigten mutmaßlichen US-Soldaten bald zu finden und die fünf Kriegsgefangenen befreien zu können.

Der irakische Botschafter in Russland, Abbas Chalaf, wies in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Interfax Vorwürfe zurück, sein Land habe Kriegsgefangene hingerichtet. Er kündigte zugleich an, dass das irakische Fernsehen im Laufe des Tages eine große Anzahl von getöteten oder gefangen genommenen amerikanischen und britischen Soldaten zeigen werde.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hofft derweil Zugang zu den Gefangenen beider Parteien zu bekommen. Die US-Truppen in Irak haben nach eigenen Angaben mehr als 4500 Gefangene gemacht. In der Hand Iraks befinden sich nach Angaben aus US-Regierungskreisen auch zwei Kampfhubschrauberpiloten.

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