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Irakische Atom-Ausrüstung spurlos verschwunden

Aus irakischen Atomeinrichtungen sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (Iaeo) seit dem Einmarsch der US-Truppen im Frühjahr 2003 spezielle Präzisionsgeräte verschwunden, die auch zum Bau von Atomwaffen benutzt werden könnten.

dpa WIEN/NEW YORK. Aus irakischen Atomeinrichtungen sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (Iaeo) seit dem Einmarsch der US-Truppen im Frühjahr 2003 spezielle Präzisionsgeräte verschwunden, die auch zum Bau von Atomwaffen benutzt werden könnten.

In einem Brief an den Weltsicherheitsrat in New York forderte die in Wien ansässige Iaeo deshalb alle Mitgliedstaaten um Mithilfe bei der Sicherstellung der Geräte auf. Nach Angaben des österreichischen Rundfunks vom Dienstag befürchtet die Atombehörde, dass die Geräte in die Hände von Terroristen fallen könnten.

Iaeo-Inspekteure hatten im März 2003 den Irak verlassen. Nach dem Krieg setzten die USA dort nach eigenen Angaben US-Truppen zur Bewachung der atomaren Forschungsanlagen ein. Die Iaeo durfte erst im Juni 2003 zu einer Bestandsaufnahme in das Land reisen.

Iaeo-Chef Mohammed el Baradei wies den Weltsicherheitsrat in seinem Brief daraufhin, dass der Irak nach wie vor verpflichtet sei, Veränderungen in seinem atomaren Arsenal der Wiener Behörde zu melden. Dies sei bisher aber nicht geschehen.

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