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Iraks Präsident kritisiert Übergangsregierung

Der irakische Präsident Ghasi el Jawar hat erstmals die Ende Juni gleichzeitig mit ihm ernannte Übergangsregierung von Ministerpräsident Ijad Allawi kritisiert. „Die Ergebnisse der Arbeit der irakischen Regierung erfüllen nicht unsere Erwartungen“, sagte El Jawar der Bagdader Tageszeitung „Al-Sabah Al- Jadid“.

dpa BAGDAD. Der irakische Präsident Ghasi el Jawar hat erstmals die Ende Juni gleichzeitig mit ihm ernannte Übergangsregierung von Ministerpräsident Ijad Allawi kritisiert. "Die Ergebnisse der Arbeit der irakischen Regierung erfüllen nicht unsere Erwartungen", sagte El Jawar der Bagdader Tageszeitung "Al-Sabah Al- Jadid".

Schuld an der schlechten Sicherheitslage im Land tragen seiner Ansicht nach aber auch "äußere Mächte". Auch sei die Entscheidung (der US-Regierung), die irakische Armee aufzulösen, falsch gewesen. Derzeit arbeite man daran, unter Beteiligung ehemaliger Offiziere sechs neue Divisionen aufzubauen.

Im Bagdader Stadtteil Karrade schlug am Sonntagvormittag nach Angaben von Krankenhausärzten eine Rakete ein und tötete einen Iraker. Sieben weitere Menschen seien mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Der arabische Nachrichtensender El Arabija berichtete, zuvor sei eine Mörsergranate in einem Wohnviertel in der Schiiten-Vorstadt Sadr-City eingeschlagen. Dabei seien neun Iraker verletzt worden, darunter sieben Kinder. Wem die beiden Angriffe galten, war zunächst unklar.

Das Schicksal der beiden vor fast drei Wochen im Irak entführten italienischen Aufbauhelferinnen ist weiter ungewiss. Nach Zeitungsberichten aus Kuwait, unter Berufung auf "islamische Quellen", bestehen die Geiselnehmer nach wie vor darauf, dass Rom seine Soldaten aus dem Irak abzieht. Die beiden Frauen seien aber unversehrt. Vor einigen Tagen hatte es auf einer Internetseite geheißen, die Italienerinnen seien enthauptet worden.

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