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Iran hält an Urananreicherung fest

Auch nach Verabschiedung einer scharfen Resolution durch die UN-Atombehörde lässt Iran kein Anzeichen für ein Einlenken bei der umstrittenen Urananreicherung erkennen.

dpa TEHERAN/WIEN. Auch nach Verabschiedung einer scharfen Resolution durch die UN-Atombehörde lässt Iran kein Anzeichen für ein Einlenken bei der umstrittenen Urananreicherung erkennen.

Präsident Mohammed Chatami sagte am Dienstag auf einer Militärzeremonie in Teheran: "Wir halten es für unser legitimes Recht, ein friedliches Atomprogramm zu haben, und wir werden es mit oder ohne Inspektionen (durch die Internationale Atomenergie-Organisation/Iaeo) weiterverfolgen." Bereits am Sonntag, kurz nach der Verabschiedung der Iaeo-Resolution hatten Politiker in Teheran mit einem Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag gedroht.

Chatamis Stellvertreter Resa Aghasadeh sagte am Rande einer Iaeo- Tagung am Dienstag in Wien, es habe in Iran "erfolgreiche Tests" zur Urananreicherung gegeben. Iaeo-Sprecherin Melissa Fleming meinte dazu: "Wir sind darüber informiert worden und sind vor Ort." Iaeo- Generaldirektor Mohammed Elbaradei habe allerdings Teheran noch einmal aufgerufen, als vertrauensbildende Maßnahme auf derartige Tests bis auf weiteres zu verzichten.

Am vergangenen Samstag hatte das Iaeo-Führungsgremium, der Gouverneursrat, nach tagelangen zähen Verhandlungen eine Resolution verabschiedet, in der Teheran ultimativ aufgefordert wird, alle Aktivitäten zur Urananreicherung bis zum 25. November einzustellen. Angereichertes Uran kann auch für den Bau von Atomwaffen verwendet werden. Die USA werfen Iran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran hat dies stets bestritten.

Der Chef des iranischen Sicherheitsrats, Hassan Rowhani, hatte die Forderung nach einem Ende der Urananreicherung am Sonntag strikt zurückgewiesen. Die Forderung sei "unrechtmäßig" und überschreite die Kompetenz der UN-Atomorganisation.

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