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Iran: Mehr als 100 Verletzte bei Zusammenstößen zwischen Studenten und Islamisten

Bei schweren Zusammenstößen zwischen studentischen Anhängern des reformorientierten iranischen Präsidenten Mohammad Chatami und radikalen Islamisten sind in der westiranischen Provinzhauptstadt Choramabad ein Polizist getötet und mehr als 100 Menschen verletzt worden.

dpa TEHERAN. Wie der reformerische Studentenverband DTV am Dienstag in Teheran mitteilte, verhinderten die Schlägertrupps der religiösen Extremisten in den letzten Tagen mit Gewalt das Jahrestreffen des DTV in Chorramabad, bewarfen Busse der Teilnehmer mit Steinen und beleidigten sie.

"Diese Söldner haben die Studenten geschlagen, sie ausgeraubt und einige der Mädchen in gemeinster Weise beleidigt", sagte ein DTV- Sprecher in Teheran. Die Polizei, die die Unruhen zu unterbinden versuchte, wurde ebenfalls angegriffen. Ein Polizeioffizier wurde von Unbekannten getötet und mehrere andere verletzt.

Der DTV sieht in den Angriffen auf die Reformstudenten durch "diese Söldner der Machtmafia des Landes" eine "neue Phase der Unterdrückung und Obstruktionspolitik" der konservativen schiitischen Geistlichkeit. Die Studenten forderten Staatschef Chatami auf, diesen Zwischenfällen energisch entgegenzutreten.

Bei der Beerdigung des bereits am Sonntagabend getöteten Polizisten am Dienstag wurden die Studenten erneut attackiert und der Generalgouverneur der Provinz Lorestan, in der Chorramabad liegt, verletzt. Das von reformorientierten Abgeordneten dominierte Parlament will sich noch in dieser Woche mit den Zwischenfällen beschäftigen.

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