Iran nur unter Bedingungen bereit
Irak will "Ölwaffe" einsetzen

Der Irak hat am Dienstag angekündigt, er sei bereit, zusammen mit Iran alle Ölverkäufe an US-Firmen zu stoppen.

dpa BAGDAD/KUALA LUMPUR. "Der Irak wiederholt seinen Aufruf, das Öl als Waffe gegen den Zionismus (gemeint ist Israel) und seine Schutzmacht USA einzusetzen, gemeinsam mit Iran und all denjenigen, die sich anschließen wollen, allerdings auch dann, wenn nicht alle folgen", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Bagdad.

Irans Außenminister Kamal Charrasi bezeichnete am Dienstag in Malaysia auf einer Tagung der Islamischen Konferenz-Organisation (OIC) in Reaktion auf den irakischen Vorschlag das Öl als eine "sehr wirksame Waffe". Sie könnte dazu dienen, auf Israel und seine Anhänger Druck auszuüben, damit sie ihre Aggression in den palästinensischen und arabischen Territorien begrenzen. "Es hängt aber von der kollektiven Entscheidung der islamischen Länder ab", erklärte Charrasi in Kuala Lumpur am Rande einer Tagung über Terrorismus. "Es würde effektiv sein, wenn alle moslemischen Länder in der moslemischen Welt eine solche Entscheidung treffen."

Der irakische Außenminister Nadschi Sabri warb in Kuala Lumpur nochmals für den Vorschlag seines Landes und sagte: "Die arabischen Länder haben das Recht, ihre Politik und ihre Bemühungen zu koordinieren, um ihren Brüdern bei ihrer Verteidigung beizustehen. Die israelische Bedrohung ist nicht nur gegen das palästinensische Volk, sondern auch gegen die arabische Welt ausgerichtet," fügte Sabri hinzu. Indonesien als Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) meinte dagegen, dass der Wettbewerb unter den Ländern über den Ölpreis sehr stark sei; es sei schwierig, einen Konsens zu erzielen.

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