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Iran will nicht über Stopp der Urananreicherung verhandeln

Iran wird nach Angaben seines Außenministers Kamal Charrasi nicht mit der Europäischen Union über einen Stopp der Urananreicherung verhandeln. Die EU-Länder und die USA drängen auf die Einstellung. Washington wirft Teheran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

dpa TEHERAN. Iran wird nach Angaben seines Außenministers Kamal Charrasi nicht mit der Europäischen Union über einen Stopp der Urananreicherung verhandeln. Die EU-Länder und die USA drängen auf die Einstellung. Washington wirft Teheran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

Die iranische Regierung hat wiederholt betont, sie wolle die Atomenergie nur friedlich nutzen. "Die Gespräche sollten sich nur auf Irans legitimes Recht konzentrieren, Atomtechnologie zur friedlichen Nutzung zu haben, und nicht darauf, die nukleare Anreicherung zu stoppen", sagte Charrasi am Dienstag nach iranischen Medienberichten.

Charrasi bekräftigte am Dienstag, sein Land werde weiteren Forderungen nach einem Stopp der Anreicherung nicht nachkommen. Unterdessen traf ein Team der Internationalen Atomenergie-Organisation (Iaeo) in Iran zur Inspektion der Militäranlage Parschin nahe Teheran ein, in der nach US-Meinung Atombomben entwickelt werden sollen.

Der Besuch gehört nach Angaben des Fernsehsenders Khabar zu den Vorbereitungen der nächsten Iaeo-Sitzung im November in Wien. Die UN - Organisation hatte Iran im September aufgefordert, die Urananreicherung einzustellen und alle offenen Fragen zu seinem Atomprogramm bis zum 25. November zu klären. Andernfalls will die Iaeo den Weltsicherheitsrat einschalten, der über mögliche Sanktionen entscheiden soll.

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