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Iranische Opposition spricht von geheimer Atomanlage

Iran soll nach einer Meldung der Pariser Zeitung „Libération“ eine geheime militärische Atomanlage betreiben, die auch die Internationale Atomenergie-Organisation (Iaeo) in Wien bisher nicht kannte. Das Blatt beruft sich dabei auf die iranische Oppositionsgruppe Volksmudschahedin.

dpa PARIS. Iran soll nach einer Meldung der Pariser Zeitung "Libération" eine geheime militärische Atomanlage betreiben, die auch die Internationale Atomenergie-Organisation (Iaeo) in Wien bisher nicht kannte. Das Blatt beruft sich dabei auf die iranische Oppositionsgruppe Volksmudschahedin.

Die Gruppe behauptet, sie habe die Anlage in einer ehemaligen Kaserne in Lavisan bei Teheran entdeckt. Dort würden Forschungen aus der Anlage in Schijan fortgeführt, die 2003 abgerissen worden sei, bevor die Iaeo sie habe überprüfen können.

Iaeo-Sprecher Mark Gwosdecki sagte dazu am Mittwoch in Wien, "wir kommentieren diese Art von Berichten grundsätzlich nicht". Allerdings gingen die Inspekteure der Atombehörde gewöhnlich jedem wichtigen Hinweis nach. In dem am Montag bekannt gewordenen Bericht der Iaeo zu Iran wird auch Lavisan erwähnt.

Erst am Montag hatte sich Iran nach Verhandlungen mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereit erklärt, die Uran-Anreicherung auszusetzen. Angereichertes Uran kann für die Herstellung von Atomwaffen verwendet werden. Nach Meinung der USA arbeitet Teheran an solchen Waffen. Iran hat wiederholt gesagt, es wolle Kernenergie nur friedlich nutzen.

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