Iska Schönfeld, 33, ist Professorin für Lighting Design an der FH Hildesheim
Wie fühlt man sich eigentlich, ... Iska Schönfeld

..., wenn man als Professorin bei der Höhe des Gehalts von der Bewertung der eigenen Studenten abhängig ist?" *

Gar nicht so schlecht. Als ich zur Professorin berufen wurde, war mir von Anfang an klar, dass sich mein Gehalt an Besoldungsrichtlinien orientieren würde. Ich hatte insoweit keine Wahl - alle neuen Professoren sollen so bezahlt werden. Das bedeutet, dass 20 Prozent variabler Anteil sind und 80 Prozent fixes Grundgehalt.

Ich muss sagen, dass ich mit dieser Regelung ganz gut leben kann. Der Leistungsanteil meiner Bezahlung hängt nur zum Teil von der Bewertung der Studenten ab, auch meine Kollegen und der Dekan haben die Möglichkeit, mein Engagement an der Hochschule zu bewerten. Für die Studenten freut es mich, dass sie eine Form der Mitsprache erhalten und dem Lehrbetrieb nicht völlig ausgeliefert sind: Sie bekommen zweimal im Jahr einen Fragebogen und sollen ihre Meinung über mich äußern. Ich frage mich eher, wie eine Bewertung durch meine Kollegen aussehen kann, wenn diese zum Teil selbst gar nicht leistungsorientiert bezahlt werden. Das erscheint mir ungerecht.

Doch erfolgsbezogene Besoldung hin oder her, für mich ist dieser Beruf als Professorin für Lighting Design auf jeden Fall eine Herausforderung, und ich würde auch ohne Bezahlung nach Leistung mein Bestes geben.

Die Frage stellte Claudia Tödtmann

*Iska Schönfeld ist die erste Professorin, die nach dem neuen Besoldungsgesetz bezahlt wird. Dieses Entlohnungsmodell geht auf eine Initiative der Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn zurück.

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