Islam
Der Islam ringt mit der Moderne

Autoren spüren den Versuchen der Muslime nach, einen eigenen Weg in eine moderne Gesellschaft zu finden.

Fast jeder in Deutschland hat eine starke Meinung über Islamismus, Terrorismus und das Kopftuch. Diese scheinbare Sicherheit im Urteil steht in einem erstaunlichen Missverhältnis zur eher spärlichen sachlichen Auseinandersetzung mit dem Islam und den Gärungsprozessen in den arabischen Ländern, die es ja gibt. So sind in diesem Frühjahr bislang nur drei Neuerscheinungen zu nennen, die sich damit befassen. Erst zur Frankfurter Buchmesse im Herbst wird sich das Angebot ausweiten.

Der Islamwissenschaftler Ludwig Ammann kommt in "Cola und Koran" zu dem Schluss, dass die Religion in der islamischen Zivilisation eine Renaissance erlebe. Ausdrücklich will er damit nicht eine Parallele zum Zeitalter der Renaissance in Europa andeuten, sondern "eine Wiedergeburt regionaler islamischer Kulturen aus dem Geist der je für möglich gehaltenen Moderne".

Die an europäischen oder amerikanischen Universitäten ausgebildete, einer säkularen Gesellschaft zuneigende Schicht hat Ammann zufolge sowohl in den arabischen Ländern als auch bei muslimischen Migranten in Europa keine Chance mehr: "Die Macht der Versöhnung sind heute die gemäßigten Islamisten." Gesellschaftlich aufstrebende Muslime kämpften um kulturelle Unabhängigkeit auf dem Weg in eine eigene Moderne - wie der Erfinder von "Mecca Cola" in Paris.

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